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Alte & historische Tomatensamen & Tomatensorten [samenfest] gĂŒnstig kaufen - Saatgut aus eigenem Anbau aus Leipzig

Alte und historische samenfeste Tomatensorten sind im Garten wieder im Kommen. Sie bestechen nicht nur mit ungewöhnlichen Formen und Farben, sondern vor allem durch einen hervorragenden Geschmack.

alte Tomatensorten

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Samenfeste Tomatensamen von alten Tomatensorten aus eigenem Anbau kaufen

Alte Tomatensorten anbauen, das ist mehr als ein Trend und erfreut sich bei Hobby-GĂ€rtnern einer immer grĂ¶ĂŸeren Beliebtheit. Kein Wunder bei der Vielfalt an herrlichen Farben und Formen im Tomatenbeet. Bei der Auswahl ist es jedoch wichtig, auf samenfeste Tomatensorten zu achten. Denn nur sie lassen sich sortenrein durch die Aussaat vermehren, sodass man die gleichen Tomaten problemlos erneut ziehen kann und sich die Pflanzen somit den Voraussetztunen in genau diesem Garten ĂŒber die Jahre anpassen können. FĂŒr viele Tomatenfans ist es eine Passion. GrĂŒn bis purpur, miniklein bis gigantisch, sehen sie nicht nur eindrucksvoll aus, sondern bieten auch geschmacklich ein breites Spektrum.

Was sind alte Tomatensorten?

Die alten Sorten sind in ihrer Abstammung auf die ursprĂŒnglichen Tomatensorten zurĂŒckzufĂŒhren, die im 15. Jahrhundert von SĂŒd- und Mittelamerika nach Europa importiert wurden. Bis dahin waren Tomaten aber schon bestimmt zwischen 500, wenn nicht sogar 1.000 Jahre in Kultur. WĂ€hrend all dieser Zeit haben die Menschen die Pflanzen weiterentwickelt, um nicht nur die ErtrĂ€ge zu verbessern, sondern auch, um sie resistenter gegenĂŒber hĂ€ufigen Tomatenkrankheiten zu machen. Wichtig war auch die ZĂŒchtung sogenannter Regional- und Lokalsorten, also von Tomaten, die perfekt an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst waren. Ab dem 18. Jahrhundert erfolgte dann eine Spezialisierung, sprich, man beschĂ€ftigte sich sehr intensiv und zunehmend wissenschaftlich mit der Vermehrung und ZĂŒchtung von Pflanzen. Damals entstanden auch die ersten offiziellen Samenhandlungen. Doch von dem Moment an, wo der Handel mit Saatgut ins Leben gerufen wurde, musste auch sichergestellt werden, dass die Eigenschaften der Tomatensorten tatsĂ€chlich stimmen und die KĂ€ufer die richtige Pflanze fĂŒr ihren Standort und ihren Verwendungszweck erhalten.

Warum sollte man alte Tomatensorten im Garten anbauen?

Das obergeordnete Stichwort dĂŒrfte „Diversity“, Artenvielfalt sein. Egal ob es um Tiere oder Pflanzen geht, die Welt als Biotop ist nur ĂŒberlebensfĂ€hig, wenn es möglichst viele unterschiedliche Arten gibt. Weitere Vorteile von alten Tomatensorten:

  • sortenecht (dadurch auf Dauer auch preisgĂŒnstig)
  • Geschmacksvielfalt
  • meist dĂŒnnere Haut
  • robuste, resistente Pflanzen (Klima, Krankheiten)
  • seltene Tomatensorten (Sammler, Liebhaber)
  • viele unterschiedliche Formen und Farben

Empfehlenswerte alte Tomatensorten

Es gibt viele alte Tomatensorten, zu viele um sie alle vorzustellen. Deshalb haben wir nach folgenden Kriterien einige ausgewÀhlt:

  • Du kannst sie hierzulande anbauen (Klimabedingungen).
  • Sie haben vergleichsweise hohe ErtrĂ€ge und sind robust.
  • Sie schmecken sehr aromatisch.
  • FĂŒr unterschiedliche Einsatzgebiete in der KĂŒche zeigen wir jeweils geeignete Sorten.

Die Sorte ‘Andenhorn’ bildet lange, spitze und relativ große FrĂŒchte mit einem Durchmesser von vier bis sechs Zentimetern aus. In der Form Ă€hneln die Tomaten eher mittelgroßen Paprikaschoten. Die ertragreiche Sorte stammt aus den peruanischen Anden. Sie ist fein im Geschmack und hat wenig Kerne und Saft im Innern. Sie ist sowohl fĂŒrs GewĂ€chshaus als auch fĂŒr das Freiland geeignet. Wegen ihres festen Fleisches kann sie gut als Salattomate verwendet werden, eignet sich jedoch auch fĂŒr Suppen und Saucen.

"Black Cherry" kommt aus den USA. Sie ist eine der ersten violett-roten bis schwarzen Cocktailtomaten. Die alte Tomatensorte wird im GewĂ€chshaus bis zu zwei Meter hoch und entwickelt reichlich FrĂŒchte – bis zu zwölf an einer Rispe. Im Freiland gedeiht sie an einem geschĂŒtzten Standort aber ebenfalls gut. Die kleinen violett-schwarzen Tomaten schmecken sehr aromatisch, wĂŒrzig und sĂŒĂŸlich. Meist werden sie frisch nach der Ernte roh verzehrt oder in Salate geschnitten.

Mittelgroße, ovale bis runde FrĂŒchte liefert die historische Tomatensorte ‘De Berao gelb’. Sie stammt ursprĂŒnglich aus Russland und ist wenig krankheitsanfĂ€llig. Sie wird im Freiland bis zu drei Meter hoch und liefert einen hohen, aber spĂ€ten Ertrag. Die FrĂŒchte schmecken leicht mehlig bis sĂ€mig. Aus diesem Grund werden sie oft zur Herstellung von Soßen und zum Einkochen verwendet.

Ihre herzförmige, gerippte Form und die hellrote Farbe gaben der Fleischtomate ‘Ochsenherz’ ihren Namen. Die Sorte eignet sich fĂŒr den Anbau im Freiland, wo sie bei guter Pflege reichlich Ertrag liefert. Die TomatenspezialitĂ€t bildet FrĂŒchte mit bis zu 500 Gramm Gewicht und einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern aus. Sie schmecken saftig, leicht sĂ€uerlich und aromatisch. Aufgrund ihrer Form und GrĂ¶ĂŸe eignen sich die Ochsenherzen gut zum FĂŒllen.

Das war nur eine winzige Auswahl. UnĂŒberschaubar viele, weitere alte Tomatensorten sind es wert, kultiviert zu werden. Darunter finden sich auch viele resistente und robuste Sorten. Überraschende Aromen, ungewöhnliche Farben und Formen belohnen die MĂŒhe, die man zuweilen mit der Beschaffung der Samen haben kann.

Wie viele Tomatensorten gibt es?

Heutzutage gibt es Tomatensorten-Register mit allen Tomatensorten, von deren Saatgut in den Handel gebracht werden darf. Das EU-weite Register fĂŒhrt etwa 4.000 Tomatensorten, aber nur wenige alte Sorten. Dennoch gibt es Liebhaber, die alte Tomatensorten am Leben erhalten. Insbesondere in den letzten Jahren ist das Interesse an den historischen Sorten wieder gewachsen. Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit, sie in einem etwas weniger aufwendigen Prozess als „Amateursorten“ registrieren zu lassen.

Sortenliste von alten Tomatensorten:

Vorteile von alten Tomatensorten

Alte Tomatensorten haben viele Vorteile gegenĂŒber neuen ZĂŒchtungen und sollten deshalb bewahrt werden:

  • Alten Tomatensorten sind samenfest. Das bedeutet, dass aus den Samen einer Pflanze neue Pflanzen gezogen werden können. Bei modernen Sorten (sogenannten „F1-Hybridsorten“) ist das nicht möglich, sodass du das Saatgut jedes Jahr neu kaufen musst.
  • Das Saatgut von Hybrid-Sorten gehört meistens großen Konzernen. Wenn du alte Tomatensorten anbaust, kannst du einen Teil dazu beitragen, dass die Übermacht der Konzerne nicht weiter wĂ€chst.
  • An alten Tomatensorten wird oft kritisiert, dass sie nur fĂŒr sehr spezielle Böden und Klimata geeignet sind. Das ist auch kein Wunder, da sie sich ĂŒber die Jahrhunderte hinweg an bestimmte Regionen angepasst haben. Das Gute ist jedoch, dass du fĂŒr fast jede Region eine passende Sorte finden kannst. Generell gilt: Je kĂŒhler die Region ist, desto kĂŒrzer sollte die Reifezeit der Tomate sein, damit du sie möglichst spĂ€t im FrĂŒhjahr aussĂ€en kannst.
  • Es gibt die unterschiedlichsten GrĂ¶ĂŸen, Farben, Formen und GeschmĂ€cker. So kannst du alte Tomatensorten in der KĂŒche vielfĂ€ltig einsetzen.
  • Viele alte Tomatensorten sind robust gegenĂŒber einer Vielzahl von Krankheiten und SchĂ€dlingen. Du musst also keine Pestizide einsetzen.

Wie pflege ich alte Tomatensorten?

Je nach Sorte benötigen auch alte Tomaten eine Rankenhilfe. Damit Ihre alten Tomaten keine Braun- oder KrautfĂ€ule bekommen, sollten Sie diese nur im Bodenbereich wĂ€ssern. Ist der Boden leicht erwĂ€rmt, ist es vorteilhaft, wenn Sie diesen mulchen. Dadurch bleibt der Boden locker, kĂŒhlt nicht so schnell aus und die Feuchtigkeit wird lĂ€nger gehalten. Auch wichtige Mikroorganismen vermehren sich vorteilhaft unter der Mulchschicht. Da Tomaten Starkzehrer sind, sollten Sie diese regelmĂ€ĂŸig dĂŒngen.

Die besten alten Freilandtomaten

Was ist BraunfÀule bei Tomaten?

HĂ€ufig macht jedoch ein Pilz dem Tomatenfreund einen Strich durch die Rechnung. Regnet es nĂ€mlich hĂ€ufig, fĂŒhrt das zu stĂ€ndig feuchten TomatenblĂ€ttern. Dem routinierten Tomaten- und Kartoffel-GĂ€rtner dĂŒrfte jetzt klar sein, welche Gefahr droht: die Kraut- und BraunfĂ€ule, verursacht durch einen Pilz namens Phytophthora infestans. Diese Pilzerkrankung tritt am hĂ€ufigsten an Freilandtomaten auf, gelegentlich aber auch beim Anbau im GewĂ€chshaus. FĂŒr jedes Bundesland gibt es Pflanzenschutz-Warndienste, bei denen man sich telefonisch nach akuter Infektionsgefahr in der Umgebung erkundigen kann.

Was tun gegen BraunfÀule?

geschĂŒtzt und sonnig, sodass die BlĂ€tter nach einem Regenguss immer wieder schnell abtrocknen können. Sinnvoll ist, ein Dach ĂŒber den Pflanzen aufzustellen, welches von allen Seiten eine gute BelĂŒftung zulĂ€sst. Sollen die Tomatenpflanzen im Beet wachsen, achten Sie unbedingt auf einen lockeren Boden ohne StaunĂ€sse, am besten eignet sich Gartenerde mit reichlich Humus und wenig Lehm- und Tonanteilen. Den Boden sollten Sie mit einem Sauzahn vorher tiefgrĂŒndig lockern.

Pflanzen Sie Tomaten und Kartoffeln jedes Jahr an einen anderen Platz im Garten und so weit wie möglich auseinander, da beide Pflanzenarten zu den Hauptwirtspflanzen des Phytophthora-Pilzes gehören. Der Abstand zwischen den einzelnen Tomatenpflanzen sollte zwischen 50 und 70 Zentimeter betragen, damit sie sich nicht gegenseitig berĂŒhren und infizieren können. Einzelreihen sind empfehlenswert. Pflanzen Sie nur kleine Nachbarpflanzen neben die Tomaten, damit die TomatenblĂ€tter nicht vom Wind abgeschirmt stehen. Gießen Sie die Pflanzen mit weichem Wasserstrahl dicht ĂŒber dem Boden und vermeiden Sie Spritzwasser auf den BlĂ€ttern. Entfernen Sie die Ă€ltesten bodennahen BlĂ€tter bis hoch zum untersten Fruchtstand. Befallene BlĂ€tter und FrĂŒchte mĂŒssen sofort ausgeknipst und vernichtet werden. Auf keinen Fall dĂŒrfen die infizierten Pflanzenteile auf den Kompost, da die Sporen sehr robust und langlebig sind. Wichtig ist eine gute Hygiene. Desinfizieren Sie alle GegenstĂ€nde, die mit den Tomatenpflanzen in BerĂŒhrung kommen – beispielsweise SpiralstĂ€be, Messer oder Gartenscheren. Zum Desinfizieren eignen sich kochendes Wasser oder ein Gasbrenner.

Welche alten Tomatensorten sind resistent gegen BraunfÀule?

Wirklich resistente Tomatensorten gibt es nicht, auch wenn einige Sortenbezeichnungen das versprechen. Einige ZĂŒchtungen zeigen aber eine gewisse Toleranz, die einen Ausbruch der Pilzerkrankung zeitlich verzögert, so zum Beispiel die Sorten ‘De Berao’, ‘Feuerwerk’, ‘Ikarus’, ‘Ukrainische Birne’ oder ‘Dicks Cherry’.

Wie BraufÀule bekÀmpfen ?

Bei vorhandenem Befall können Sie im Haus- und Kleingarten unter anderem folgende Anti-Pilzmittel (Fungizide) einsetzen: Tomaten-Pilzfrei Cueva, GemĂŒse-Pilzfrei Polyram, Obst-Pilzfrei Teldor (nur im GewĂ€chshaus) oder Spezial-Pilzfrei Aliette. Zur PilzbekĂ€mpfung ist es grundsĂ€tzlich sinnvoll, mehrere PrĂ€parate im Wechsel einzusetzen, da die Erreger sonst leicht Resistenzen aufbauen.