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Bild von Borretsch vorziehen ❤️️ So gelingt Gurkenkraut säe

Borretsch vorziehen | säen | pikieren | Gurkenkraut

Borretsch vorziehen: Von der Aussaat bis zur kräftigen Jungpflanze

29.12.2025 | Autor: Edina Afi Agbonon
🌿 Auf einen Blick

🌱 Borretsch: auch bekannt als Gurkenkraut ist ein unkompliziertes, schnell wachsendes Kraut für Beet und Balkon.

🪴 Die richtige Reihenfolge: säen, vorziehen, pikieren. Mit etwas Geduld wird daraus eine kräftige Jungpflanze.

☀️ Idealer Standort: sonnig bis halbschattig, humoser, lockerer Boden, gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe.

🐝 Bonus: Borretsch ist eine wertvolle Bienenweide und bringt frische Farbe ins Kräuterbeet.

Kaum eine Sommerpflanze verbindet Würze, Duft und Blütenfreude so charmant wie Borretsch. Viele kennen ihn als Gurkenkraut, weil seine Blätter so herrlich frisch nach Gurke schmecken. Außerdem zieht er unzählige Insekten an und verleiht dem Garten eine natürliche Lebendigkeit. Wenn du ihn selbst aussäen möchtest, erfährst du hier, wann der beste Zeitpunkt ist, wie das Vorziehen gelingt und warum du beim Pikieren besonders vorsichtig sein solltest.

 

Borretsch säen: Direktsaat oder Anzucht im Topf

Du kannst Borretsch ab April direkt ins Beet säen, sobald keine Nachtfröste mehr drohen. Die Samen kommen etwa 1 bis 2 Zentimeter tief in den Boden. Da Borretsch anbauen sehr einfach ist, genügt ein sonniger Platz und etwas Geduld. Halte die Erde in den ersten Wochen gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Nach etwa ein bis zwei Wochen zeigen sich die Keimlinge.

Wenn du keinen Platz im Beet hast, lässt sich Gurkenkraut auch hervorragend in großen Töpfen kultivieren. Wichtig ist nur, dass das Gefäß tief genug ist, weil Borretsch eine Pfahlwurzel bildet. Eine Mischung aus Anzuchterde und etwas Sand sorgt für lockere Struktur und gute Belüftung. Besonders schön ist die blaue Blüte, die sich übrigens essbar in Salaten oder Getränken verwenden lässt.

 

Borretsch vorziehen: So klappt’s stressfrei

Das Vorziehen von Pflanzen lohnt sich, wenn du früh im Jahr starten möchtest. Etwa ab Ende März kannst du die Samen auf einer hellen Fensterbank aussäen. Verwende kleine Töpfe oder Anzuchtschalen mit lockerer Erde. Drücke die Samen leicht an, bedecke sie dünn mit Substrat und halte alles feucht, aber nicht zu nass. Vorziehen heißt, das richtige Maß an Feuchtigkeit zu finden.

Sobald sich die ersten Keimblätter zeigen, stellst du die Töpfe etwas kühler, damit die Triebe kompakt bleiben. Nutze bei Bedarf eine kleine Pflanzenlampe, wenn es zu dunkel ist. Besonders praktisch sind kompostierbare Anzuchttöpfe, die du später einfach mitsamt Pflanze ins Beet setzen kannst, so wird die empfindliche Wurzel nicht verletzt. Damit gelingt das Pflanzen vorziehen auch Einsteigern mühelos.

Praktisches Zubehör für deine Anzucht findest du hier:

📖 Lesetipp

Wenn du dich fragst, wann du deine Gurken am besten vorziehen solltest, lies unseren Beitrag Gurke vorziehen – ideal, um beide Pflanzen perfekt aufeinander abzustimmen.

 

Borretsch pikieren: Vorsicht bei der Pfahlwurzel

Beim Pikieren gilt bei Borretsch: so wenig wie möglich. Seine Pfahlwurzel reagiert empfindlich auf Beschädigungen. Wenn du in Schalen ausgesät hast, pikiere die Sämlinge möglichst früh, am besten, sobald die ersten echten Blätter zu sehen sind. Setze sie mit einem Pikierstab vorsichtig um, halte sie nur an den Blättern und gieße anschließend gut an.

Nach dem Pikieren erholen sich die Pflänzchen schnell, wenn sie hell stehen und weder Zugluft noch direkte Sonne abbekommen. Innerhalb weniger Tage wachsen sie an, und bald hast du kräftige Borretsch-Jungpflanzen, die du ins Beet oder in große Töpfe setzen kannst.

Borretsch anbauen: Standort, Pflege und Ernte

Zum Borretsch anbauen brauchst du einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte locker und humos sein, gern mit etwas Kompost. Während der Hauptwachstumsphase regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden. Im Topf ist eine Drainageschicht aus Blähton hilfreich.

Wenn du den Wuchs etwas lenken möchtest, kannst du die Triebspitzen leicht einkürzen, so verzweigt sich die Pflanze besser. Die Blätter erntest du jung, bevor sie zu behaart werden, und nutzt sie frisch oder getrocknet. Gurkenkraut schmeckt herrlich in Quark, Salaten oder als Kräuterbutter. Lässt du einige Blüten stehen, sät sich Borretsch gern selbst wieder aus, was ihn zu einem Dauerbewohner im Garten macht.

🌸 Fazit

Mit Borretsch, auch bekannt als Gurkenkraut, holst du dir einen unkomplizierten Klassiker ins Beet oder in den Topf. Am entspanntesten gelingt der Start meist über die Direktsaat. Wenn du vorziehen möchtest, setze am besten direkt auf Einzeltöpfe, denn die junge Borretsch-Jungpflanze mag es gar nicht, wenn ihre Wurzeln später stark gestört werden. Pikieren ist nur dann sinnvoll, wenn es wirklich nötig ist, und sollte möglichst früh passieren. Gib der Pflanze danach einen sonnigen Platz, gleichmäßige Feuchtigkeit und etwas Raum, dann wächst sie kräftig, blüht zuverlässig und begleitet dich mit Aroma und Blüten bis weit in den Sommer.

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