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Beetplanung für den Garten - Beetplan erstellen mit Tipps vom Gartenprofi

13.01.2023 | Autor: Andy Köhler

Was ist dein höchstes Ziel beim Gärtnern? Hohe Ernteerträge? Entspannung? Kostengünstige Lebensmittel? All das kannst du besser erreichen, wenn du dir vor dem Aussäen oder Pflanzen neuer Gewächse einen Plan machst. 

Mit der Erstellung eines Beetplans kannst du nicht nur die Winterflaute überbrücken, sondern deinem Garten und dir etwas richtig Gutes tun. Denn wenn du es richtig anstellst, kannst du mit einem klugen Beetplan nicht nur die Nährstoffe deiner Beete optimal ausnutzen, sondern profitierst gleichzeitig von üppigen Ernten. 

Wie dir das am besten gelingt, möchten wir dir anhand eines Beispiels näherbringen. Wir führen dich ein in die Kunst der Beetplanung für Gemüsebeete. Hol das Beste aus deinem Garten heraus und sei in der nächsten Gartensaison King oder Queen der Ernte! Beetliebe hat für dich die besten Tipps zur Gestaltung eines bestens ausgenutzten Beetes. 

Hier kannst du dir kostenlos den Beetliebe-Aussaatkalender downloaden.

Anbauplanung - Wozu überhaupt?

Durch die passende Planung, wann und wo du was am besten anbaust, machst du das Hobbygärtnern noch effizienter. Ein Beet will gut durchdacht sein, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich miteinander und verschiedene Pflanzenarten müssen zu unterschiedlichen Zeiten eingepflanzt werden. So kannst du dir die Wintermonate vertreiben und die Vorfreude auf die nächste Gartensaison steigt. 

Vorfreude auf die kommende Saison holst du dir zur Vorweihnachtszeit am besten mit dem Saatgut Adventskalender von Beetliebe.

Wenn du ordentlich planst und deine Zöglinge geschickt ins Beet setzt, sind sie optimal mit Nährstoffen versorgt. Sie wachsen gleichmäßig und gewähren sich gegenseitig Raum. Außerdem kann sich die Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen verbessern, wenn die passenden Pflanzen nebeneinander im Beet wohnen. 

Eine tolle Auswahl an Pflanzschildern für dein Gemüsebeet findest du hier.

Natürlich soll die Gartenarbeit weiterhin ein entspanntes Hobby bleiben und nicht unter Excel-Tabellen und schlaflosen Nächten leiden. Allerdings kommt man unter Umständen mit einer “Wird schon werden”-Einstellung nicht so weit. Pflanzen gehen ein, weil sie falsch gesetzt wurden oder bringen nur mickrige Ernteerträge. Das schmälert natürlich die Motivation am Gärtnern. Dann lieber einmal richtig reingehängt und recherchiert und dann erfolgt das Anpflanzen im kommenden Jahr schon fast von alleine. Die Lust am Bepflanzen, Schneiden und Gießen bleibt dir somit ganz sicher erhalten! 

Übrigens

Gemüse und andere tolle Leckereien kannst du sogar noch im Spätsommer und Herbst ernten, wenn du den entsprechenden Anbauplan befolgst. 

Beetplanung für verschiedene Bedürfnisse

Zunächst einmal brauchst du eine Fläche, die bepflanzbar ist. Das kann ein abgegrenztes Bodenbeet sein, oder beispielsweise ein Hochbeet. 

Wie du das passende Beet für dich auswählst, es entsprechend vorbereitest und bepflanzt, erklären wir dir im Beitrag “Beet anlegen”.

In diesem Beitrag wollen wir uns der Beetplanung des Gemüsebeets widmen. Dieses kann auf verschiedene Weisen angelegt werden. Am geläufigsten ist wohl nach wie vor das Bodenbeet. Aber auch Hochbeete sind äußerst beliebt, um Gemüse anzubauen. Gerade ältere Leute oder Personen mit körperlichen Einschränkungen profitieren davon, dass sie sich für die Gartenarbeit nicht mehr bücken müssen. Als DIY-Projekt sind Hochbeete aus Paletten besonders begehrt. 

Ebenso wie Gemüsebeete kannst du auch Blumenbeete bzw. Staudenbeete planen, um optimale Standortbedingungen für alle Pflanzen zu schaffen. Du kannst die Pflanzen nach Wuchshöhe anordnen oder nach Blütezeit. 

Viele wertvolle Tipps hält dieses Video für dich bereit:

Youtube Video

Das passende Gemüse aussuchen 

Die Devise bei der Wahl des passenden Gemüses: Es muss dir schmecken!
In unserem Online Shop kannst du dir wunderbare Gemüsesorten aussuchen, die du so nicht im Supermarkt oder Baumarkt kaufen kannst. 

Die Beetliebe-Samen sind sortenrein, samenfest und biozertifiziert. Sie stammen aus liebevoller okölogischer Landwirtschaft.
Gemüse selbst anzubauen ist auch in den meisten Fällen viel günstiger und man weiß, was man hat. Keine versteckten Pestizide oder andere Chemikalien - du alleine kannst bestimmen, was du an deine Pflanzen lässt. 

Echtholz-Pikierstäbe im exklusiven Beetliebe-Design findest du im Shop.

Beetplan für Gemüse leicht gemacht 

Bei der Beetplanung sollte neben einer effektiven Anbauweise natürlich im Vordergrund stehen, dass dir das Gemüse schmeckt, welches du anbaust. Es bringt dir ja auch nichts, wenn du ein perfekt geplantes Beet hast, in dem alles nach Plan gedeiht, und deine Ernte am Ende nur zur Hälfte auf deinem Teller landet. Also such dir Gemüsesorten aus, an denen du Freude hast.

Bevor du mit der Beetplanung beginnst, sollten folgende Bedingungen an den Standort und das Beet gewährleistet sein:

  • sonnig

  • windgeschützt

  • nährstoffreicher & lockerer Boden

  • ebene Fläche

  • nicht neben Baum oder Hecke

  • rechteckige Form

  • max. 1,20 m breit - sonst kommst du nicht an die Pflanzen in der Mitte heran

Adobe Stock 437675086
Quelle: Adobe Stock 437675086
Übrigens...

Solltest du dich für Gemüse wie beispielsweise Erbsen, Bohnen, Blumenkohl oder Brokkoli entscheiden, ist auch ein schattiger Standort für das Beet geeignet. 

Wir würden die Beetplanung in vier Schritte aufteilen:

  1. Gemüsesorten aussuchen

  2. Nährstoffbedarf der Pflanzen herausfinden

  3. Kulturdauer beachten

  4. Mischkulturen mixen 

Wie genau das im Detail aussieht und wie du dabei auch noch Platz sparen kannst, erklären wir dir im nächsten Abschnitt.

Platz sparen mit dem Beetplaner

Wie schon im vorherigen Abschnitt angekündigt, erklären wir dir hier, wie du Schritt für Schritt dein Beet klug planen kannst. Eins vorab: Es wird ein Beet, das in drei Bereiche eingeteilt wird. 

Der erste Schritt ist wohl der einfachste. 

Schreib dir eine Liste mit deinen gewünschten Gemüsesorten. Hierbei kannst du tolle neue Entdeckungen machen und dir Sorten aussuchen, die du so nicht im Supermarkt findest. Stöber doch einfach durch unsere Bio-Samen und such dir aus, was dir schmeckt. Geld sparen lässt sich mit selbst angebautem Gemüse auch noch! 

Im zweiten Schritt teilst du deine ausgesuchten Pflanzen in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer ein. Dafür geben wir dir eine Hilfestellung für die gängigsten Gemüsesorten: 

Starkzehrer

Mittelzehrer

Schwachzehrer

Artischocke

Feldsalat

Ackerbohnen

Auberginen

Fenchel

Bohnen

Gurke

Kohlrabi

Erbsen

Kartoffeln

Mangold

Feldsalat

Kohl

Möhren

Knoblauch

Paprika

Rote Bete

Kräuter

Porree

Salat

Radieschen

Sellerie

Spinat

Rucola

Spargel

Zwiebeln

 

Tomaten

  

Zuckermais

  

Wenn du deine verschiedenen Gemüsesorten jede Saison an einen anderen Platz im Beet pflanzt, kannst du Ungeziefer vorbeugen. Achte darauf, dass der Bereich, in dem die Starkzehrer zuerst wachsen, gedüngt wird. Die Reihenfolge, wann was im Beet angebaut wird, ist eigentlich ganz einfach und logisch. Am besten teilst du das Beet dafür in drei oder vier Abschnitte. Je nachdem, wie groß die Pflanzen darin werden, sollte auch die jeweilige Einteilung erfolgen. 

Die Starkzehrer kommen im ersten Jahr ins Beet. Sie ziehen am meisten Nährstoffe aus dem Boden. Im zweiten Jahr folgen die Mittelzehrer, für die nun nicht mehr ganz so viele, aber dennoch ausreichend Nährstoffe vorhanden sind. In Jahr drei deines Gemüsebeetes kannst du nun die Schwachzehrer in die Stelle des Beetes setzen, in dem vorher Stark- und Mittelzehrer gelebt haben. Sie haben kaum Ansprüche an den Boden und kommen gut mit weniger Nährstoffen aus. Nach diesem dreijährigen Rhythmus kannst du das Beet wieder düngen und für die Starkzehrer vorbereiten. Der Zyklus geht also von vorne los. 

In der Grafik haben wir dir verdeutlicht, wie dein Beet in einer Zeitspanne von drei Jahren aussehen kann:

Nun musst du im dritten Schritt herausfinden, wie lange deine Pflänzchen brauchen, um heranzuwachsen und ob sie eine oder mehrere Saisons überdauern. Wenn du das ganze Jahr über Gemüse ernten willst, kann dir das mit einer geschickten Planung gut gelingen. So stehen deine Beete nicht leer und du kannst auch außerhalb der Hauptsaison dem Gärtnern nachgehen. Die durchdachte Kombination von Hauptkulturen, Vor- und Nachkulturen ist dafür von entscheidender Bedeutung. 

Dabei gilt:

Die Hauptkultur bilden die Gemüsesorten, die am längsten im Beet verweilen. Diese Kandidaten putzen sich besonders heraus, belohnen dich aber nach der Ernte auch mit köstlichen Aromen:

Aubergine, Fenchel, Kohl, Kürbisse, Paprika, Tomate, Zucchini, Zuckermais

Vor- und Nachkulturen brauchen weniger Zeit zum Wachsen und Reifen, deswegen werden sie vor bzw. nach den Hauptkulturen gepflanzt. 

→ Typische Pflanzen für Vorkulturen sind beispielsweise Möhren, Radieschen, Salat, oder Spinat.

→ Als Nachkulturen eignen sich hervorragend Kohlrabi, Radieschen und Spinat.

Den vierten Schritt erklären wir dir im nächsten Abschnitt.

Mischkultur & Fruchtfolge

Zuletzt folgt die Kombination verschiedener Beetbewohner, die einen guten Effekt aufeinander haben. Diese Effekte können zum Beispiel gegenseitiger Schutz vor Krankheiten oder Schädlingen sein. Andererseits profitieren die Pflanzen voneinander als Stütze oder Rankhilfe

Zwiebeln und Möhren sind gute Nachbarn, weil sie sich in dieser Kombination vor Schädlingen schützen. Für rankende Bohnensorten dient die Maispflanze als Rankhilfe. 

Wie wäre es also mit diesen Köstlichkeiten für dein Gemüsebeet?

Wann du deine Lieblinge am besten aussäst, erfährst du in unserem Aussaatkalender.

Die Fruchtfolge im Beet ist im großen Rahmen auch als Felderwirtschaft bekannt und zeichnet sich dadurch aus, dass man die angebauten Pflanzen jährlich wechselt. Das Gegenteil von der Fruchtfolge ist die vielkritisierte Monokultur. Mischkulturen sind zwar etwas aufwendiger, dafür aber besser für den Boden und seine Fruchtbarkeit. Auch die Resistenz der Gemüsesorten gegenüber Schädlingen ist in Beeten oder auf Feldern mit Mischkultur bzw. Fruchtfolge wesentlich höher.