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Gewächshaus | Bewässerung | selbst bauen | automatisch | ohne Strom

Gewächshaus-Bewässerungssystem ohne Strom selber bauen

22.01.2020 | Autor: Andy Köhler

Die Gartenarbeit sollte in erster Linie keine Arbeit, sondern ein schönes Hobby sein, dessen Resultat leckeres Obst und Gemüse sein sollten. Dieses Hobby kostet auch einiges an Zeit und Liebe, gerade wenn es ums Gießen geht. Ohne genug Wasser gedeihen eure Pflanzen schlecht, auch die Früchte schmecken nur mäßig und bleiben mickrig und klein.

Wie unsere tollen Bio-Samen mit Hilfe eines automatischen Bewässerungssystems zu köstlichem Gemüse wie Tomaten, Kürbissen oder Gurken werden, möchte ich euch hier erklären.

Gießkanne, Schlauch oder Rasensprenger – die Bewässerung eurer Pflanzen könnt ihr auf verschiedene Weise umsetzen. Alle diese Methoden benötigen aber eure Anwesenheit und bedeuten fast täglichen Zeitaufwand. Wer einen langen Arbeitstag hat oder gerade im Urlaub ist, kann das nur mit Hilfe von Nachbarn oder Freunden schaffen.

Für größere Flächen oder für Gewächshäuser eignet sich daher am besten ein Bewässerungssystem: Damit spart ihr euch einiges an Zeit und die Arbeit erledigt sich ganz von allein.

Möglichkeiten zum Pflanzen Bewässern

Pflanzenbewässern ist ein recht weitläufiges Thema, das nicht nur Gärtner betrifft. Jeder, der Pflanzen besitzt, muss sich mit dem Thema auseinandersetzen, damit die Gewächse überleben.
Dies gilt für Innenräume, für private Gärten und Parks, für öffentliche Gebäude und die Bepflanzungen im öffentlichen Raum. 

Das Bewässerungssystem sollte außerdem nach dem Zeitraum ausgesucht werden, in dem die Pflanzen einer Bewässerung bedürfen. Gerade große Flächen sind aufwendig in der Pflege. Hier ist es sehr sinnvoll, automatische Bewässerungssysteme zu installieren. Alle Bepflanzungen ihren Bedürfnissen gerecht händisch zu gießen ist beispielsweise großen Gebäuden oder Außenbereichen unmöglich. Urlaubszeit, Krankheit oder einfach wenig Zeit machen das Gießen oft zu einer unliebsamen Aufgabe, die die Freude am eigenen Garten dämpfen kann.

Es haben sich bereits einige Tricks etabliert, um Pflanzen zu bewässern, ohne dass wir Gärtner vor Ort sind. Leider sind das oft nur kurzzeitige Lösungen. Flächendeckend funktionieren sie nicht gut, die meisten sind eher für kleinere Beete, Pflanzkübel und Hochbeete geeignet. Sucht ihr nur nach einer Bewässerungsmöglichkeit für wenige Pflanzen, wenn Ihr einige Tage im Urlaub seid, stellen diese Helfer gute Alternativen dar.   

Kurzfristige Bewässerungsmöglichkeiten

Wir haben die möglichen automatischen Bewässerungssysteme für den Haus- und Gartenbereich für euch zusammengefasst.

  1. Flaschen

Die Variante mit der umgedrehten Flasche ist wahrscheinlich die einfachste Variante der DIY-Bewässerungen ohne Strom. Sie ist besonders kostengünstig, sieht dafür aber nicht allzu schick aus. Eine Glasflasche statt einer Plastikflasche kann die Optik noch etwas aufwerten. Das Gute an dieser Variante ist, dass die Flaschen sowohl in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Freiland als automatische Bewässerung verwendet werden können. 

Die Installation ist ganz einfach. Am besten, du entfernst das Etikett und Klebereste, bevor du die Flasche ins Beet oder in den Blumentopf steckst. Je nach Größe und Wasserbedarf der Pflanze sollte auch die Flasche groß sein. Nun bohrst du einige Löcher in den Plastikdeckel der Flasche. Je mehr Löcher du bohrst, desto mehr Wasser kommt heraus - logisch. Befülle die Flasche nun mit Wasser und schraub den Deckel drauf. Stecke die Flasche nun so in die Erde, dass sie von alleine stehen bleibt. Es wird genau so viel Wasser in die Erde abgegeben, wie die Pflanze benötigt. 

Tipp:

Schneide den Boden der Flasche ab, wenn sie in der Erde steckt - so kannst du das Wasser einfacher nachfüllen. 

  1. Handtuch 

Die Möglichkeit, Pflanzen automatisch mit einem Handtuch zu bewässern, bietet sich eher für Topfpflanzen und kurze Zeitspannen an. Dabei tränkt man ein Handtuch in Wasser und stellt die Pflanzen ohne Übertopf darauf. So können sie sich das nötige Wasser selbst ziehen. 

Du kannst das ganze auch in die Badewanne verlagern. Einfach die Handtücher in die Wanne legen, so viel Wasser rein, dass sie bedeckt sind und sich mit Wasser vollsaugen und Pflanzen draufstellen. So können deine grünen Schützlinge zum Beispiel die Dauer deines Urlaubs überleben, ohne dass du jemanden zum Gießen organisieren musst. 

  1. Schnüre

Die Wasserversorgung der Pflanzen durch Schnüre gehört zu den simplen Varianten der automatischen Bewässerungssysteme. Diese Alternative ist eine gute Möglichkeit für alle DIY-Fans. Dafür brauchst du nur ein Behältnis mit Wasser und dicke Wolle oder Schnürsenkel. Das eine Ende der Schnur hängst du in ein Gefäß mit Wasser. Das andere gräbst du nahe der Wurzel ca. bis zur Hälfte des Topfes ein. So zieht sich die Pflanze über die Schnur die Menge an Wasser, die sie braucht.

  1. Küchenpapier

Du kannst deine Pflanzen auch einfach mit Küchenpapier bewässern. Dazu nimmst du vier aneinanderhängende Blätter Küchenrolle, faltest diese längs zu einer Art Seil, drehst dieses ein wenig ein und legst die Hälfte davon kreisförmig auf die Erde um die Pflanze. Die andere Hälfte der “Schnur” aus Küchenpapier hängst du in ein Gefäß mit Wasser. So kann sich die kleine Wasserleitung vollsaugen und die Flüssigkeit an die Pflanze abgeben. 

Im Video siehst du, wie das Ganze umgesetzt wird:

Youtube Video

  1. Bewässerungskegel 

Der Bewässerungskegel ist üblicherweise aus Ton, Kunststoff oder Glas. Gleichzusetzen mit dem Bewässerungskegel ist die Bewässerungskugel; selbes Prinzip, nur eine andere Form. Besonders nachhaltig und optisch am ansprechendsten sind die Kegel aus Ton. Diese kann man selbst herstellen oder in jedem Baumarkt oder online kaufen. Außerdem nimmt der Ton selbst einiges an Wasser auf und kann es so präziser an die Gewächse abgeben. Der Kegel werden mit der kleinen Öffnung in die Erde gesteckt. Dort hinein stellst du kopfüber eine Wasserflasche, die sich peu à peu entleeren kann. 

  1. Ollas

Ollas (sprich: Ojas) sind ebenfalls Tongefäße, die über eine kurze Dauer Wasser ins Beet abgeben. Im Prinzip funktionieren sie genau so wie Bewässerungskegel oder -kugeln aus Ton. Diese kannst du kaufen, aber auch selbst basteln. Hier findest du eine tolle Anleitung dazu

Langfristige Bewässerungsmöglichkeiten

Um eine Urlaubsdauer von einigen Tagen zu überbrücken, reichen kurzfristige und einfache Möglichkeiten der automatischen Bewässerung vollkommen aus. Was aber, wenn man seine Beete über einen längeren Zeitraum automatisch bewässern will?

Zu den langfristigen Möglichkeiten zählen:

  • strombetriebene Bewässerungssysteme

  • Bewässerungssysteme mit solarbetriebener Pumpe

  • Bewässerungssysteme ohne Strom (z.B. Schwerkraftbewässerung)

Bei den langfristigen Lösungen ist die klassische Variante das mit Strom betriebene Bewässerungssystem. So etwas nutze ich persönlich auch gern, sofern es einen Stromanschluss gibt. Dieses System ist jedoch kaum ressourcensparend.

Auch Bewässerungssysteme mit Solarstrom haben ihren Charme, sie sind jedoch nur bei starker Sonneneinstrahlung wirklich zuverlässig. Man braucht eine Solarpumpe mit guter Akkuleistung und sollte dafür nicht das kostengünstigste Modell nehmen.

Damit du immer weißt, was genau da in deinem Beet heranwächst, haben wir tolle Pflanzschilder für dich im Shop:

Ein Bewässerungssystem, das ohne Strom und automatisch funktioniert, könnt ihr selbst bauen oder kaufen. Hier kommt die Schwerkraft zum Einsatz, die auch ohne Solar(strom) funktioniert. Mit einem ganz einfachen System und einem bisschen handwerklichem Geschick hast du dein eigenes Bewässerungssystem fürs Gewächshaus selbst gebaut. Dies kannst du beliebig und genau nach den Bedürfnissen deiner Pflanzen einstellen. Es ist eine nachhaltige und wassersparende Lösung für die Pflanzenbewässerung, jedenfalls für kleinere Beete und zum Beispiel Tomatenhäuser. 

Welche Vorteile ein Tomatenhaus für dich und deine Pflanzen hat und wie einfach es ist, eines selbst zu bauen, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen. 

Der Gewinn durch ein Bewässerungssystem

Bewässerungssysteme dienen in erster Linie dazu, die Pflanzen dauerhaft zu bewässern, ohne dass man selbst Hand anlegen muss. Dadurch fällt der mühselige „Hin-und-Her-Tanz“ mit der Gießkanne komplett weg. Durch eine kontinuierliche Wasserversorgung bleibt auch der Verdunstungsverlust sehr gering. Außerdem kann genau eingestellt werden, wie viel Wasser die Pflanzen bekommen sollen, denn jede hat  andere Bedürfnisse.

Solche Systeme gibt es zum Beispiel in Baumärkten oder auch online zu kaufen. Die Bewässerungszeiten und die Wassermengen lassen sich dort präzise und zuverlässig einstellen.

Der Nachteil ist leider, dass alle diese Systeme Strom brauchen. Im Garten fehlt es aber häufig an einer Steckdose und es bedeutet auch zusätzliche Kosten. Ihr könnt aber auch ein Bewässerungssystem selbst bauen – eines, das keinen Strom braucht. Da mein geliebtes Tomatenhaus an einem Platz ohne Strom- oder Wasseranschluss stand, kam ich auf die Idee, ein Bewässerungssystem ohne Strom zu konstruieren. Wie ich dieses Projekt mit Hilfe der Schwerkraftbewässerung umgesetzt habe, erzähle ich euch jetzt.

Im Video siehst du, wie das System funktioniert und wie es installiert wird. 

Youtube Video

Automatisches Bewässerungssystem ohne Strom 

Die Schwerkraftbewässerung bietet sich als einfache Tropfbewässerung für Gemüsebeete und Staudenrabatten an, nicht aber für sehr große Beete. In kleinerer und abgewandelter Form ist so ein Hochtank auch für Balkons und Terrassen geeignet. Der ganz klare Vorteil ist, dass Ihr nicht jeden Tag zum Gießen in den Garten müsst. Gerade wenn der eigene Schrebergarten etwas weiter entfernt liegt, ist das ein enormer Zeitaufwand.

Durch die gut portionierten Tropfen spart Ihr außerdem viel Wasser. Richtig nachhaltig wird das Projekt, wenn Ihr eine Regentonne nutzt und somit kein Wasser aus der Leitung mehr braucht. Dann müsst ihr aber unbedingt einen Filter in das System einbauen. Einen Wasser- oder Stromanschluss braucht diese Konstruktion nicht. Ihr könnt übrigens auch fertige Bewässerungssysteme ohne Strom kaufen; die kosten aber mehr.

Achtung!

Auch wenn Ihr nun nicht mehr jeden Tag im Garten zu gießen braucht, müsst Ihr trotzdem regelmäßig eure Pflanzen kontrollieren, damit es nicht zu Schädlingsbefall oder Ähnlichem kommt.

Hier habe ich noch einmal kurz und knapp die Vor- und Nachteile eines Bewässerungssystems zum Selbstbauen für euch zusammengefasst:

Vorteile

Nachteile

  • zeitsparend

  • keine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen

  • kostensparend

  • mehr Aufwand als bei gekauften Systemen

  • wassersparend

  • nicht für große Flächen geeignet

  • Steigerung des Wachstums

 

  • Verbesserung der Gesundheit der Pflanzen

 

  • kein Wasser-/Stromanschluss nötig

 

  • nachhaltig, wenn mit Regenwasser betrieben

 

Wie Ihr sehen könnt, überwiegen die Vorteile eines selbst gebauten Bewässerungssystems ohne Strom ganz klar. Deswegen habe ich auch diese Variante für mein Tomatenhaus gewählt.

Materialien fürs Bewässerungssystem

Vor dem Bau brauchte ich einiges an Material. Glücklicherweise war schon fast alles in meinem Garten zu finden. Das einzige, was ich mir noch zulegen musste, waren die Tropfer von Gardena (10 Stück für 9,79€).

Für das Projekt benötigt ihr:

  • Wasserfass (120 l)

  • Gartenschlauch (ca. 8 m)

  • IBC-Gartenschlauchanschluss 13 mm

  • 12 Endtropfer von Gardena

  • 2 Schlauchverbinder mit Wasserstopp

  • 12 Metallkrampen (aus einem Metallstab gebogen)

  • 12 Kabelbinder

  • Holz, Steinplatten o. Ä. für ein Podest

  • optional: Wasserfilter für den Gartenschlauch

Für die Neuanschaffung aller Utensilien würde ich mit Kosten von ca. 150 € rechnen. Das ist preisgünstiger als ein gekauftes Bewässerungssystem. Dazu muss man beachten, dass es viele der Materialien nur in Großpackungen zu kaufen gibt; ihr habt also nachher viele Dinge übrig, die ihr für weitere Gartenarbeiten verwenden könnt. Außerdem gibt es immer wieder tolle Angebote und Rabatte. Der zeitliche Aufwand für den Bau hält sich in Grenzen, weswegen ich so eine Bewässerungsanlage gerade für kleine Beete und Gewächshäuser sehr geeignet finde.

Für den Gemüseanbau unverzichtbar:

Anleitung in 10 Schritten

Tatsächlich ist das Selberbauen eines Gewächshaus-Bewässerungssystems in recht wenigen Schritten umsetzbar und nicht schwierig. Sobald Ihr alle Materialien eingekauft habt, kann es losgehen. Im Folgenden möchte ich euch zeigen, wie ich vorgegangen bin. Es gibt verschiedene Varianten für ein optimales Schwerkraftbewässerungssystem im Gewächshaus. Ich hoffe, dass mein Vorschlag euch weiterhilft und ihr die Gießkanne jetzt in die Ecke stellen könnt.

  1. Zunächst braucht ihr ein Wasserfass. Dabei kann es sich gern um eine Regentonne handeln; der Sinn ist, dass wir nachhaltiger mit unserem Wasser umgehen. Das Fassungsvermögen der Tonne sollte 120 l betragen.

  1. Damit die Schwerkraftbewässerung funktionieren kann, müsst ihr ein Podest von mindestens 40 cm Höhe bauen. Bei einer Höhe von 60 bis 100 cm klappt es noch besser, einen Wasserdruck von 1 bis 1,5 Bar zu erzeugen. Der Druck ist normalerweise noch etwas höher, wenn die Zisterne oder die Regentonne vollständig gefüllt ist. Meine Erhöhung habe ich aus den Resten einer Holzpalette zusammengebaut. Wie Ihr das macht, überlasse ich euch. Es ist nur wichtig, dass euer Fass sicher auf dem Podest steht und nicht kippelt oder mit der Zeit in der Erde versinkt.

  1. Zuletzt bohrt ihr in den unteren Bereich des Fasses ein Loch. Beachtet dabei den Durchmesser des Anschlusses, damit es nicht zu groß wird. In das Loch wird nun der IBC-Gartenschlauchanschluss geschraubt.

  1. Wenn das Fass auf dem Podest steht, legt ihr den Schlauch auf eurem Beet aus. Achtet auf einen sinnvollen Verlauf, damit jede Pflanze genügend Wasser abbekommt.

5. Die Tropfer sollen so liegen, dass das Wasser direkt an den Wurzeln austritt. 

6. Sobald der Schlauch die optimale Lage hat, benötigen wir die Löcher. Ich habe dafür an den jeweils passenden Stellen mit einem 6-mm-Bohrer kleine Löcher in den Schlauch gebohrt.

7. Im Anschluss habe ich den Endtropfer mit etwas Druck eingedreht, damit er direkt am Schlauch ansitzt. Presst den Schlauch mit den Fingern etwas zusammen, dann ist es leichter, die Tropfer einzudrehen. Es gibt aber auch passendes Werkzeug vom Hersteller, mit dem die Tropfer eingedreht werden können.

8. Meine Erfahrung mit der Schwerkraftbewässerung hat gezeigt, dass man die Tropfer mit einem Metallgestell befestigen sollte. So liegt der Schlauch ein Stück über dem Boden und es kann keine Erde in die Öffnungen der Tropfer gelangen, die sie zum Verstopfen bringen.

9. Die richtige Position der Tropfer ist sehr wichtig. Sie sollten in einem Radius von 5 bis 7 cm um die Pflanze herum liegen. Denn die Wurzeln wachsen in die Richtung des Wassers und der Boden wirkt wie ein Schwamm, der die Feuchtigkeit um die Tropfstelle herum verteilt. 

10. Um den Boden zusätzlich vor Wasserverdunstung zu schützen, könnt ihr eine Schicht Rindenmulch im 15 cm Umkreis um die Pflanzen herum auslegen. Sobald die ersten Tomaten an den Pflanzen zu sehen sind, kann das Tropfintervall auf einen Tropfen pro fünf Sekunden eingestellt werden. Die Pflanze bekommt so über 24 Stunden ungefähr zwei Liter Wasser, was für Tomaten optimal ist.

Spannende Tipps für dein Bewässerungssystem

Könnt ihr euch anhand der Bilder den Bau vorstellen? Wenn nicht, dann empfehle ich euch dieses Video, das eine ähnliche Konstruktion mit einem Perlschlauch zeigt:

Youtube Video

Im Moment nutze ich die Schwerkraftbewässerung nur für mein Tomatenhaus. Im nächsten Jahr möchte ich das System aber auch in einem größeren Maßstab anwenden

Mit einem größeren Wasserbehälter und mehr Pflanzen, die versorgt werden sollen. Grundsätzlich stößt dieses System an seine Grenzen, wenn Pflanzen über eine große Fläche gegossen werden sollen, aber im Kleinen ist es eine gute Alternative zu herkömmlichen Bewässerungssystemen und eine kostensparende und nachhaltige noch dazu. Probiert es ruhig einmal aus.

Jede Pflanze hat einen anderen Wasserbedarf, was man bei der Einstellung der Tropfer beachten muss. Sind die Tomatenpflanzen noch jung, brauchen sie weniger Wasser; ein Tropfen alle 15 Sekunden reicht dann aus. So bilden die Pflanzen stärkere Wurzeln aus, die tiefer in den Boden reichen. Die Tomaten werden stärker und widerstandsfähiger.

Gerade in der Anfangszeit solltet ihr das Intervall alle drei Tage kontrollieren, da sich die feinen Öffnungen der Tropfer durch Verschmutzungen im Schlauch oder aus dem Fass leicht zusetzen. Ich setze einen Eimer in die Öffnung des Fasses, damit das Wasser sauber bleibt. Ein passender Deckel ist natürlich noch besser. Wenn Regenwasser zum Bewässern benutzt wird, ist es etwas schwieriger, da Regenwasser nicht so sauber ist wie Wasser aus der Leitung. Ein Filter kann dann Abhilfe schaffen.

Fazit zum DIY-Bewässerungssystem

Ich bin absolut zufrieden mit meiner Konstruktion und kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen. Im nächsten Jahr möchte ich das System aber auch in einem größeren Maßstab anwenden. Dafür werde ich mir einen größeren Wasserbehälter anschaffen, um noch mehr Pflanzen versorgen zu können. Natürlich kann man die Größe nicht ins Unermessliche ziehen; Gartenschläuche gibt es nur bis zu einer gewissen Länge, und mit der Länge sinkt der Druck. Deshalb stößt die Schwerkraftbewässerung bei einer sehr breiten Fläche an ihre Grenzen. Jedoch ist sie hervorragend geeignet für kleinere Beete und Gewächshäuser. Das DIY-Bewässerungssystem ohne Strom ist eine gute Alternative zu herkömmlichen Bewässerungssystemen, da es kostensparend und nachhaltig ist. So könnt ihr euer Gärtner-Hobby genießen, ohne dass es in anstrengende Arbeit ausufert. Ich hoffe, meine Anleitung hilft euch beim Selberbauen und ihr probiert euch mit diesem Projekt ein wenig aus!

Falls euch weitere DIYs oder Tipps und Tricks für den Garten interessieren, findet ihr hier auf diesem Blog mehr dazu.

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