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Beet anlegen | Gemüsebeet | Staudenbeet | Blumenbeet | Pflanzplan

Beet anlegen & gestalten: Schritt-für-Schritt-Anleitung & Tipps

21.10.2022 | Autor: Andy Köhler

Ein eigenes Beet im Garten ist für viele ein kleiner Traum, der sich auf einfache Weise realisieren lässt. Ob für dich eine bunte Vielfalt von Blumen oder doch ein Gemüsebeet infrage kommt; die Möglichkeiten sind breitgefächert. Ein Beet wertet den Garten nicht nur optisch auf, sondern ist auch eine tolle Möglichkeit, Gartenarbeit als Hobby auszuüben.

Warum sich ein Beet lohnt, wie du dieses anlegst und was unbedingt zu beachten ist, bringen wir dir in diesem Beitrag näher. Du kannst gespannt sein, wie viele verschiedene Arten von Beeten es gibt und was es beim Bauen zu beachten gilt. 

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Beet anlegen – deswegen lohnt es sich!

Es gibt verschiedene Gründe, warum du dich für ein Beet im Garten entscheiden solltest – vorausgesetzt, dein Garten hat die entsprechenden Kapazitäten. Ein Beet ist zwar mit Arbeit verbunden, jedoch bringt es noch mehr Vorteile mit sich.

Zum einen sparst du langfristig Geld, wenn du deine Ernte zur Selbstversorgung nutzt. Entscheidest du dich zum Beispiel dafür, Gemüse anzupflanzen, kannst du damit tolle Gerichte zubereiten. Aus dem eigenen Garten schmeckt es ohnehin am besten. Weiterhin produzierst du auf diese Art wesentlich weniger Plastikmüll, da du kein abgepacktes Gemüse kaufen musst.

Wenn du dich für ein hübsches Blumenbeet entscheidest, wertest du deinen Garten optisch enorm auf. Damit warten viele entspannte Stunden auf dich, in denen du im Frühling und Sommer zwischen deinen Blumen sitzen und entspannen kannst. Als Balsam für die Seele und Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag bezeichnen viele das Gärtner - sei doch also auch Teil davon und tue etwas für dein eigenes Wohlbefinden!

Wer nach einem neuen Hobby sucht, sollte auf jeden Fall mit Gartenarbeit anfangen und Beete anlegen. Das Werkeln im Garten kann zwar mühselig sein, macht allerdings auch viel Spaß und zahlt sich am Ende aus.

Es spricht einfach so viel dafür, ein Beet im eigenen Garten anzulegen, einige Faktoren solltest du aber unbedingt beachten. Das eigene Gemüse aus dem selbstgebauten Beet zu ernten, ist ein wundervolles Erfolgsgefühl. Also schwing den Spaten und sei der Architekt deines eigenen Gartens!

Die richtige Beetform auswählen – 5 Möglichkeiten

Bezüglich der Beetform stellt sich meist die Frage: Was passt zu mir und meinem Garten? Um dir bei der Entscheidung behilflich zu sein, haben wir für dich eine Übersicht zu 5 verschiedenen Beetformen erstellt. Am Ende hängt die Form des Beetes immer davon ab, was du dort anpflanzen willst und wie du es bewirtschaften möchtest. Tiefe des Beetes, Bodenbeschaffenheit, Nährstoffgehalt, Feuchtigkeit sind nur einige Faktoren, die in den verschiedenen Beetformen variieren können. Du kannst dich also für eine bestimmte Beetform entscheiden, musst aber individuell abwägen, wie genau du dieses gestaltest.

Einen Pflanzplan erstellen

Um einen Pflanzplan zu erstellen, solltest du dir ein wenig Zeit nehmen. Gerade bei den verschiedenen Beetformen, die wir dir hier näherbringen, gibt es keinen universellen Pflanzplan. Bei allen Beetformen musst du allerdings beachten, dass du eine Mischkultur im Beet anlegst. Das heißt, du suchst dir Pflanzen, zum Beispiel Gemüsesorten aus, die sich gegenseitig schützen und unterstützen. Dies kann Schädlingsbefall vorbeugen oder die Pflanzen stützen sich tatsächlich beim Wachsen. Außerdem kannst du mit Mischkulturen viel besser den Platz im Beet ausnutzen, als wenn du nur eine Sorte Gemüse anbaust. 

Der Beetliebe-Aussaatkalender

Mit unserem tollen Aussaatkalender zum Download kannst du dir einen Überblick verschaffen, wann welches Gemüse ausgesät werden kann.

In diesem Video wird dir erklärt, welches Gemüse du wann und wo anbauen musst, um ganzjährig ernten zu können. Die Devise hier: Gute Beetnachbarn sind auch gute Vorgänger oder Nachfolger.

Youtube Video

Wir wollen dir am Beispiel eines Gemüsebeetes zeigen, wie du beim Erstellen eines Pflanzplans vorgehst. 

  1. Welches Gemüse möchtest du anbauen? → Was schmeckt dir und deiner Familie? Was gelingt besonders gut? Was ist im Laden teuer? Welche besonderen Sorten möchtest du probieren?

  2. Mischkultur-Partner herausfinden!

  3. Fruchtfolge erstellen! Je nachdem, welche Krankheiten und welchen Nährstoffbedarf dein Gemüse hat, solltest du es nicht zwei Jahre hintereinander im selben Beet anbauen. Die einfachste Fruchtfolge: Jahr 1: Starkzehrer, Jahr 2: Mittelzehrer, Jahr 3: Schwachzehrer

  4. Aussaat & Ernte staffeln

  5. Lückenfüller finden: Für den Fall, dass noch Platz in deinem Beet ist 

Wer lieber Videos schaut, kann das ganze hier auch noch einmal nachgucken:

Youtube Video

1. Das Bodenbeet

Bodenbeet anlegen 

Das Bodenbeet zählt zu den Klassikern, um Gemüse anzubauen. Zu den Vorteilen gehört, dass du es schnell, einfach und ohne zusätzliches Material herrichten kannst. Wie der Name schon sagt, nutzt du die vorhandene Erde, die du im Garten hast.

Vorgehen

Alles, was nicht ins Beet gehört, zum Beispiel Unkraut, anderer Wildwuchs oder Steine, entfernst du zunächst. Stecke dir die gewünschte Fläche am besten ab oder markiere sie mit Steinen oder Holz. Wenn du Rasenfläche zum Beet machen willst, kannst du die Grasnarbe ausgraben und einfach umdrehen. Der Boden wird danach aufgelockert, wobei hier auch schon Kompost oder natürlicher Dünger eingearbeitet werden können. Zum Schluss ziehst du die umgegrabene Fläche mit einer Harke schön glatt. 

 Das Bodenbeet bietet:

  • einen guten Ertrag auf nahrhaften Böden

  • geringe Instandhaltung, muss nur selten bewässert werden

 Nachteile eines Bodenbeets:

  • die meisten Arbeiten finden gebückt oder im Knien statt

  • deine Beete müssen regelmäßig aufgelockert werden

2. Das Hügelbeet

Das Hügelbeet setzt sich aus mehreren Schichten organischer Materialien und Kompost zusammen. Normalerweise sind Hügelbeete etwa 1-1,20 m hoch und 1,50 m breit. Du kannst sie aber je nach Belieben und Bedarf größer oder kleiner anlegen.

Vorgehen

Beim Bau eines Hügelbeetes solltest du einige Dinge beachten, die dir so vielleicht noch nicht in den Sinn gekommen sind:

Was?

Warum?

Anlegen im Herbst

Im Herbst ist genug Material vorhanden und die Schichten können sich bis zum Frühjahr setzen.

Nord-Süd-Ausrichtung

Das gesamte Beet kriegt so genügend Licht.

Breite 1,5 m 

Eine Breite von 1,5 m ist optimal, damit die Mitte des Beetes gut erreicht werden kann.

In die Breite statt in die Höhe gehen

Je höher du das Beet anlegst, desto weniger Erde rutscht an den Seiten von den Hängen.

Das Vorgehen an sich ist ganz einfach. Zuerst steckst du die Fläche des Beetes ab. Dann wird der Boden etwa 25 cm tief ausgehoben und eine Schicht Maschendraht gegen Wühlmäuse eingelegt. Danach beginnst du, die verschiedenen Materialien übereinander zu schichten, beginnend bei Schicht 1. Achte bei der letzten darauf, dass du eine kleine Gießmulde lässt.

Der Aufbau eines Hügelbeetes:

Aufbau Hügelbeet

Schicht 1: Kern aus zerkleinertem Strauch-Schnittgut → 80 cm breit & 40 cm hoch

Schicht 2: Erdaushub → ca. 15 cm hoch 

Schicht 3: feuchtes Stroh oder Laub → 20 cm hoch 

Schicht 4: Kompost oder verrotteter Mist → 15 cm hoch

Schicht 5: Gartenerde & reifen Kompost mischen (Pflanzschicht) → 15-25 cm


Hügelbeete bieten folgende Vorteile:

  • fruchtbarer und lockerer Boden

  • lassen sich rasch aufschichten

  • sehr variabel in der Größe: Je nachdem, wie viel Abfallmaterial du in deinem Garten zur Verfügung hast, können die Beete höher bzw. niedriger und länger bzw. kürzer sein.

  • sie benötigen erst nach 2 bis 3 Jahren Dünger

Diese Nachteile bringt das Hügelbeet mit sich:

  • nach ungefähr 2 bis 3 Jahren sackt das Beet in sich zusammen

  • du wirst oft in gebückter Haltung arbeiten müssen

  • Unkraut kann leicht von der Seite einwachsen

  • nach circa 3 Jahren muss neu aufgeschichtet werden

3. Das Hochbeet

Hochbeete erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Hochbeete werden mit denselben Materialien befüllt wie Hügelbeete. Der Unterschied bei dieser Beetform ist, dass die Materialien in einen stabilen Rahmen gestapelt werden.

Das sind die Vorteile eines Hochbeets:

  • unabhängig von der Beschaffenheit des Bodens

  • lässt sich auch auf versiegelten Flächen aufbauen

  • sehr hoher Ertrag durch fruchtbare Böden möglich

  • bequeme Höhe erlaubt Gärtnern ohne Bücken

  • Nachdüngen ist nicht notwendig

  • Schnecken werden schneller gesichtet und lassen sich leichter absammeln

  • ein Gitter am Boden hält Wühlmäuse fern

Die Nachteile eines Hochbeets:

  • aufwändiger Aufbau, höhere Kosten, Aufbau nimmt Zeit und Kraft in Anspruch

  • große Mengen an Füllmaterialien und Erde werden benötigt

  • Füllung sackt mit der Zeit in sich zusammen und muss regelmäßig erneuert werden

  • im Frühjahr und Sommer muss regelmäßig und ausreichend bewässert werden

Anleitung

Wie du ein Hochbeet aus Paletten ganz einfach selbst bauen kannst, erfährst du im Video:

Youtube Video

Tipp

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4. Das „No-Dig“ Beet

Der Begriff No-dig-Beet setzt sich aus den englischen Wörtern „no“ für „nicht“ und „dig“ für „(um-)graben“ zusammen. Wörtlich übersetzt bedeutet es so viel wie „Nicht-umgraben-Beet“. Bei dieser Art von Beet wird der Boden nicht umgegraben. Das hat den Vorteil, dass die natürliche Struktur des Bodens erhalten bleibt. Neues Material wird dabei regelmäßig in einem Abstand von einem Jahr aufgefüllt. Beim Zersetzen des Materials durch Mikroorganismen werden Nährstoffe freigesetzt und gleichzeitig entsteht fruchtbarer Humus.

Das sind die Vorteile eines „No-dig“ Beetes:

  • Schutz und Förderung des Bodens

  • speichert nach mehrjährigem Betrieb viel Wasser 

  • Aufwand geringer, da nicht ständig umgegraben werden muss

  • Unkraut bleibt fern

  • Humus bietet höhere Bodenfruchtbarkeit

  • speziell geeignet für starkzehrende Pflanzen

Warum es richtig gut für den Boden und seine Bewohner ist, das Umgraben sein zu lassen, wird dir hier im Video erklärt:

Youtube Video


Das sind die Nachteile von „No-dig“ Beeten

  • viel Kompostmaterial: ungefähr 0,2 m3 Kompost pro m2 Anbaufläche wird benötigt

  • die nährende Humusschicht, die gut für deine Pflanzen sind, muss sich in den ersten Jahren erst aufbauen

  • Wühlmäuse fühlen sich in No-dig-Beet wohl

Anleitung

Um ein No-Dig-Beet anzulegen, gehst du fast genauso vor wie bei einem normalen Bodenbeet. Du legst zuerst die Größe des Beetes fest und steckst die Fläche ab. Danach legst du die Fläche mit dicker Pappe aus, sodass kein Licht mehr auf den Boden trifft. Fixiere sie so, dass sie vom Wind nicht weggeweht werden kann. Kompost, Laub, Rindenmulch und Rasenschnitt werden nun auf die Pappe geschichtet. Wenn du regelmäßig Wasser darübergießt, hat sich das Pappe-Gartenabfall-Gemisch im Frühjahr zu einer feinsten Biomasse zersetzt. In diese kannst du die Pflanzen direkt säen oder vorgezogene Pflanzen direkt einsetzen. 

5. Das Schattenbeet

Ein Schattenbeet ist, wie der Name schon sagt, für sonnenempfindliche Pflanzen geeignet. Besonders vorteilhaft ist diese Art von Beet, wenn du nicht viel Sonne in deinem Garten hast. Diese Gemüsepflanzen eignen sich für ein Schattenbeet:


Das sind die Vorteile des Schattenbeetes:

  • keine Vertrocknungsgefahr durch Sonne

  • auch in einem schattigen Garten lassen sich mit einem Schattenbeet Pflanzen anbauen

  • Boden bleibt länger feucht


Das ist der Nachteil:

  • nicht alle Pflanzen eignen sich für ein Schattenbeet 

Vorgehen

Ein Schattenbeet kann theoretisch jede Beetform haben. Das Wichtigste hierbei ist die Auswahl der Pflanzen. Achte darauf, dass der Bereich des Beetes, in dem die schattenliebenden Pflanzen stehen, auch ein wenig Sonne abbekommen. 

Zu diesen blühenden Pflanzen gehören zum Beispiel zu unseren Lieblingen, die Farbe in die dunkleren Ecken des Gartens bringen: Sternmoos, Waldsteinie, Fingerhut, Hortensie, Frauenmantel und Elfenblume sowie Narzisse.

Wenn der Schatten im Beet durch Bäume oder Sträucher entsteht, musst du gewährleisten, dass die Pflanzen sich nicht gegenseitig die Nährstoffe und Wasser streitig machen.

Gemüsebeet anlegen Schritt für Schritt

Damit du alles beachtest und nichts schiefgehen kann, haben wir für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbauen eines Gemüsebeetes vorbereitet.

Materialien

  • Kompost

  • Beeteinfassungen, Randsteine oder Pflastersteine

Werkzeuge

  • Spaten

  • Schnur

  • Holzpflöcke oder Metallstangen

  • Hacke

Schau doch auch gern mal hier im Video, wie viel Spaß es machen kann, ein Gemüsebeet selbst anzulegen:

Youtube Video

Schritt 1: Vorbereitungen treffen: Lage und Form

Zuerst sollten Fragen bezüglich Standort, Form und Größe abgeklärt werden. Ein Gemüsebeet braucht ein wenig mehr Platz und einen sonnigen Standort – vorzugsweise in Nord-Süd-Ausrichtung. Gemüsebeete sind aufgrund der besseren Übersicht normalerweise quadratisch oder rechteckig angeordnet. Die Breite eines Beetes sollte in der Regel zwischen 80 und 120 Zentimeter betragen, die Länge ist dabei abhängig von der Größe des Gartens.

Übrigens: Wenn für Stauden und Blumen ein Beet angelegt werden soll, bist du deutlich freier in der Gestaltung. Blumenbeete können nämlich eine beliebige Größe und Form haben. Das Entfernen von Unkraut ist oft nicht allzu kompliziert, es reichen meist einige Trittplatten aus, um sich zwischen den Blumen zu bewegen. Die Lichtverhältnisse können bei Blumenbeeten etwas variieren: Blumen und Stauden mögen - je nach Art- sonnige, halbschattige sowie schattige Standorte. Im Abschnitt Schritt-für-Schritt Anleitung zum Anlegen des Stauden-/Blumenbeetes erfährst du mehr dazu.

Schritt 2: Umrisse markieren

Nach gründlicher Planung werden die Umrisse mit einer Schnur markiert und mit einem Spaten abgestochen. Im ersten Schritt werden die Umrisse des Beetes markiert. Das geht ganz einfach und unkompliziert mit einer Schnur, die du zwischen Holzpflöcke oder kleinen Metallstangen spannst. Danach markierst du den Umriss zunächst mit dem Spaten. Steche dazu einfach mit dem Spaten in den Boden und bewege ihn ein wenig vor und zurück.

Schritt 3: Rasen abtragen

Beim Anlegen eines Gemüsebeetes ist Rasen als Untergrund nicht geeignet. Trag deshalb den Rasen innerhalb der markierten Fläche ab, damit du einen perfekten Untergrund für dein Gemüsebeet schaffen kannst. Dafür stichst Du in einem flachen Winkel mit dem Spaten in den Boden ein und hebst so den Rasen mit seinen Wurzeln aus.

Schritt 4: Den Boden auflockern

Das Auflockern des Bodens ist zwar sehr anstrengend, aber auch enorm wichtig für ein optimales Gemüsebeet. Dazu muss die Fläche einmal gründlich umgegraben und anschließend mithilfe einer Hacke gelockert werden. Einen besonders festen Boden sollte in einer Tiefe von zwei Spatenlängen umgegraben werden.

Beet anlegenTipp

Wenn du dabei das Unkraut mit seinen Wurzeln und große Steine entfernst, hast Du später weniger Arbeit beim Jäten.

Schritt 5: Bring Nahrung für ein kräftiges Wachstum ein

Damit deine Pflanzen kräftig wachsen können, sollte der Nährstoffgehalt im Boden erhöht werden. Deine Pflanzen benötigen Nahrung, die du direkt dann einbringst, wenn du das Beet anlegst. Dafür eignet sich beispielsweise eine Mischung aus Kompost und Mutterboden sehr gut.

Schritt 6: Feste Grenzen setzen

Das Beet vom Rasen zu trennen, erleichtert dir einige Arbeit. Damit es keine Verwachsungen oder einen Kampf um Nährstoffe mit der Rasenfläche gibt, ist eine Beeteinfassung von Vorteil. Dafür eignen sich besonders spezielle Rasenkanten aus Kunststoff, Rasenkantenstein aus Beton sowie Klinker- oder Pflastersteine. Aber auch Beeteinfassungen aus Holz, welche in Rollenware angeboten werden, sind passend für diese Arbeit.

Nun steht dem Anbau von deinem Lieblingsgemüse nichts mehr im Wege!

Anleitung zum Anlegen des Stauden-/Blumenbeetes

Wie versprochen, widmen wir uns nicht nur den Gemüsebeeten, sondern auch den Stauden-und Blumenbeeten. Stauden sind Pflanzen mit folgenden Eigenschaften:

  • winterfest

  • mehrjährig

  • verholzen nicht

  • einige sind sommergrün (tragen nur im Sommer Blätter)

Rittersporn, Aster, Pfingstrosen und Federmohn gehören zu den beliebtesten Staudensorten.

Tolle Bio-Blumensamen findest du im Beetliebe Online-Shop.

Schritt 1: Blütezeit beachten

Wenn du ein Beet anlegen möchtest, in dem es vom Frühling bis zum Herbst blüht, müssen die Pflanzen verschiedene Blütezeiten haben. Für eine tolle optische Wirkung solltest du Leitpflanzen, Begleitpflanzen und Füllpflanzen in dein Blumenbeet einplanen. 

Wenn sich das Beet am Rand des Gartens befindet, platzierst du die hohen Leitpflanzen am besten ganz hinten. In einem runden Beet in der Mitte der Wiese pflanzt du die Leitpflanzen am besten in die Mitte ein. Davor ist für die etwas kleineren Begleitpflanzen Platz und am äußeren Rand werden die flachen Füllpflanzen eingesetzt.

Für die meisten Stauden ist der Herbst die beste Pflanzzeit.
Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: folgende Arten werden besser im Frühjahr gepflanzt: 

  • Winteraster 

  • Herbsteisenhut

  • Herbstanemone 

  • Sonnenröschen 

  • Fackellilie 

  • Mädchenauge

Blumenbeet anlegen

Schritt 2: Pflanzplatz vorbereiten: Boden lockern, Steine entfernen

Zuerst wird der Boden gelockert und die größeren Steine entfernt. Dabei die Erde sehr gründlich von Wurzelunkräutern wie Quecke und Giersch reinigen und eventuell sogar aussieben, da diese Pflanzen später kaum noch aus einem eingewachsenen Staudenbeet zu entfernen sind. 

Quecke und Giersch kannst du mit diesen Werkzeugen gut aus dem Beet verbannen: 

  • Grabe- oder Rosengabel, 

  • Spargelstecher

  • japanisches Gartenmesser (Hori Hori)

Zur Bodenlockerung kannst du außerdem hervorragend eine Speisegabel verwenden, damit auch die kleinsten Stellen gelockert werden können.

Wie du den Pflanzplan am besten anlegst, erfährst du im Abschnitt “Einen Pflanzplan erstellen”.

Schritt 3: Düngen

Jetzt ist es an der Zeit, den Boden mit reifem Kompost (etwa 2 bis 3 Liter pro m²) und Hornspänen (etwa 50 g pro m²) zu düngen. Der Dünger wird hierbei gleichmäßig auf der Fläche verteilt und mit einer Harke leicht eingearbeitet. Sollten einzelne Stauden spezielle Bodenansprüche erfordern, dann sind weitere Maßnahmen durchzuführen. Du kannst zum Beispiel eine tiefe Bodenlockerung vornehmen und bei Staunässegefahr einer Drainageschicht einbringen. Oder du magerst den Boden bei Stauden mit niedrigem Nährstoffbedarf ab.

Damit du die Langlebigkeit deiner Staudenanpflanzung förderst und gleichzeitig den Pflegebedarf minimierst, ist es generell am besten, die Auswahl der Stauden von den Standort- und Bodenverhältnissen im Garten abhängig zu machen und nicht umgekehrt zu versuchen, einen im Grunde ungeeigneten Standort passend zu machen.

Beet anlegen

Schritt 4: Wässern

Unmittelbar vor der Pflanzung solltest du die Stauden kräftig wässern, am besten, indem der Wurzelballen in ein Gefäß mit Wasser getaucht wird und sich gründlich vollsaugen kann. Der Ballen hat genau dann die maximal mögliche Wassermenge aufgenommen, wenn keine Luftbläschen im Gefäß mehr aufsteigen.

Wenn ein größeres Beet bepflanzt werden soll, legst du die Stauden einfach auf der Fläche aus. Die Anordnung und Pflanzabstände lassen sich so gut überblicken und, wenn nötig, korrigieren. Anschließend hebst du das Pflanzloch entsprechend der Größe des Wurzelballens ausreichend groß aus, setzt die Staude hinein und drückst mit beiden Händen gut an.

Mit einer Kanne ohne Brause gießt du anschließend jede Pflanze einzeln gründlich an. Diese Maßnahme dient dazu, dass sich eventuelle Hohlräume im Boden schließen und der Ballen rundherum direkten Kontakt zur umgebenden Erde hat und somit die Wurzeln von Beginn an Wasser und Nährstoffe aufnehmen können.

Schritt 5: Die richtige Pflege

In den nächsten Wochen solltest du den Boden unkrautfrei halten (beispielsweise mit einer Mulchdecke) und bei Trockenheit regelmäßig gießen. Die Wurzelbildung darf nicht durch Wassermangel oder die Nährstoffkonkurrenz durch andere Pflanzen gehemmt werden. Stauden, welche besonders von Schneckenfraß bedroht sind, solltest du mit geeigneten Maßnahmen schützen. Geeignete Maßnahmen gegen Schnecken sind:

  • Schneckenzäune

  • Kaffeesatz oder -pulver ins Beet

  • absammeln

  • Garten natürlich halten & damit Feinden der Schnecke (Kröten, Igel, Blindschleichen) guten Lebensraum bieten

  • Sägemehl & Kalk ums Beet streuen

Kräuterbeet anlegen – Step by step

Ein Kräuterbeet ist mit der passenden Schritt für Schritt-Anleitung ganz einfach gemacht und zahlt sich definitiv aus. Auch hier sind die Vorüberlegungen nicht zu verachten. Auch Kräuter unterscheiden sich in ihren Ansprüchen an Nährstoffe, Licht und Wasser. 

  1. Kräuter je nach Ansprüchen auswählen und anordnen

Du solltest erst einmal herausfinden, ob deine Kräuter ein- oder mehrjährig sind. Beliebte Gartenkräuter, die dich über Jahre begleiten können, sind Salbei, Oregano oder Schnittlauch.

Sowohl heimische als auch mediterrane bzw. südländische Kräuter überleben milde Winter draußen, wenn du das Beet entsprechend vorbereitest (Pflanzen beschneiden, Beet mit Tannengrün abdecken). Im nächsten Jahr treiben sie dann wieder aus. 

Viele Kräuter mögen einen sonnigen Standort, der gut aufgelockert ist. Du kannst zum Beispiel Rosmarin oder Thymian an einen trockenen Platz pflanzen - achte dabei jedoch trotzdem darauf, dass dieser halbwegs windgeschützt ist. Heimische Kräuter bevorzugen dazu einen halbschattigen bis schattigen Ort, da sie die Hitze nicht ganz so gut wegstecken wie mediterrane Gewächse. 

  1. Samen oder Jungpflanzen kaufen

Einjährige und besonders robuste Kräuter können direkt ins Beet gesät werden. Alle anderen sollten vorgezogen werden. Im Baumarkt oder Gartenfachmarkt kannst du bereits vorgezogene Kräuter im Topf kaufen. Die sollten allerdings zügig ins Beet umziehen, da sie meist sehr ausgeprägtes Wurzelwerk haben, das einen großen Drang nach Freiheit im Beet hat.

  1. Beet lockern und ab Mitte Mai einpflanzen

Einige Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum oder Petersilie kannst du auch direkt ins Beet säen.

  1. Beet im Herbst umgraben und mit Sand und Erde auflockern

  2. Kräuter gut wässern

  3. vor dem Winter zurückschneiden, mit Tannengrün bedecken; nicht winterharte Arten überwintern drin

Eine besondere Form des Kräuterbeetes sind Kräuterschnecken oder Kräuterspiralen. Der Vorteil daran ist, dass die Kräuter dort gepflanzt werden können, wo der Standort am ehesten ihren Standortanforderungen entspricht.

Kräuterbeet anlegen

Rosenbeet anlegen  - 5 Schritte

Denken wir an englische Gärten, sind Rosen wahrscheinlich die ersten Blumen, die uns allen in den Sinn kommen. Es gibt viele verschiedene Arten von Rosen - je nachdem, welche du bevorzugst, gestaltet sich das Anpflanzen der Rosen unterschiedlich. Wir möchten dir dies anhand des Beispiels der Beetrose zeigen. 

Der passende Standort

Viele Rosensorten mögen einen sehr sonnigen Standort. Wenn dein Garten dies nicht hergibt, solltest du dich erkundigen, welche Rosen auch an schattigen Standorten gedeihen. Die Bodenbeschaffenheit sollte locker sein und der Untergrund muss viele Nährstoffe enthalten, da Rosen Starkzehrer sind. Über eine regelmäßige Wasserversorgung freuen sie sich, genauso wie über genügend Abstand zu ihren Beetnachbarn.

Der ideale Zeitpunkt, um Rosen anzupflanzen, ist der Herbst oder manchmal sogar der Winter, wenn es gerade keinen Frost gibt. Also sollte das Beet bis dahin schon vorbereitet sein.  

Rosenbeet anlegen

Um perfekt vorbereitet zu sein, solltest du sicherstellen, dass du Folgendes zur Hand hast:

  • Fräse oder Spaten

  • Schubkarre

  • Harke

  • Gartenerde

  • Rindenmulch

  • Rosen

  • optional: andere Pflanzen fürs Rosenbeet

Nun kannst du mit dem Anlegen des Rosenbeetes beginnen. Dazu haben wir dir die Anleitung in fünf einfache Schritte aufgeteilt:

1. Vorbereitung des Bodens

Zunächst solltest du das Rosenbeet auf die gewünschte Größe abstecken. Danach -und dieser Schritt ist essentiell- müssen sämtliche Störfaktoren von der künftigen Beetfläche entfernt werden. Dazu gehören Wurzeln, Grasnarben, große Steine und Unkraut - also alles, was stört.

Danach kommt die Gartenerde zum Einsatz. Die Schicht sollte mehrere Zentimeter dick sein. Danach wird die Beetfläche umgegraben. Wenn du eine Gartenfräse hast, kannst du den Schritt auch mit dieser durchführen.

2. Anordnung der Pflanzen testen 

Damit du dir ein Bild davon machen kannst, wie dein zukünftiges Rosenbeet aussieht, möchten wir dir den Rat geben, das Arrangement der Rosen vorher zu prüfen. Gerade, wenn du noch andere Pflanzen als dekorative Elemente oder Füller einsetzen willst, ist dieser Schritt nicht zu unterschätzen. Stelle also die Rosen so auf, wie du sie gern angeordnet hättest und setze sie ggf. um.

3. Rosen einpflanzen 

Hast du die passende Anordnung deiner Rosen und eventuellen Nachbarpflanzen gefunden, beginnst du mit dem Pflanzen. Achte darauf, dass die Rosen tief genug eingesetzt werden. Das Loch kann ruhig ca. 40 cm tief sein und die Veredelungsstelle (dort, wo die Triebe aus dem Stamm wachsen), darf sich bis zu 10 cm unter der Erde befinden. Es sollte dann ungefähr so wie auf dem Foto aussehen:

Rosen einpflanzen

4. Mulchen

Rindenmulch sieht nicht nur gut im Beet aus, sondern hält auch den Boden feucht und schützt vor Unkrautbefall. Eine dünne Schicht schadet deinem Beet also nicht.

5. Angießen

Wenn nun jede Pflanze ihren Platz im Beet gefunden hat und der Rindenmulch aufgeschüttet ist, kannst du deine Rosen nun schön großzügig angießen, damit sie sich an ihrem neuen Standort besonders wohl fühlen.

Der Beetliebe Adventskalender 

Für alle, die es kaum erwarten können, in der nächsten Gartensaison mit dem Anlegen von Beeten und Bepflanzen mit Gemüse und Blumen zu beginnen, haben wir ein tolles Adventsgeschenk! Den Beetliebe-Adventskalender bekommst du in zwei Varianten!

Für Tomatenliebhaber haben wir eine Auswahl toller alter Tomatensamen zusammengestellt. Für alle anderen, die etwas mehr Abwechslung mögen, gibt es den Adventskalender mit Gemüse- und Blumensamen

Beide Adventskalender enthalten zudem wertvolles Anzuchtzubehör, mit dem das Vorziehen deiner Pflanzen ganz sicher gelingt. 

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