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Kürbis vorziehen, pikieren & säen - Aussaat (Freiland), Anleitung & Tipps vom Anzucht-Experten

22.03.2022 | Autor: Andy Köhler

Es sind nicht nur die bunten Laubblätter, die im Herbst Farbe ins Leben bringen, sondern auch die üppigen orangefarbigen Kürbisse (lat. Cucurbita). Ob zu Halloween als Deko oder als köstliche heiße Suppe auf dem Tisch - Kürbisse sind vielseitige Alleskönner. Wenn die Kürbissaison im August so langsam beginnt und sich bis in den November durchzieht, sieht man die prallen Früchte auf jedem Wochenmarkt und in allen Supermärkten; vom Bio-Laden bis zum Discounter. 

Doch wie viel schöner ist es eigentlich, die Früchte im eigenen Garten selbst zu ernten? So weiß man genauestens, wo sie herkommen und hat den kürzesten Transportweg überhaupt. 

Wieso eigentlich Früchte? Genau genommen gehören Kürbisse zum sogenannten Fruchtgemüse. Dieses besitzt sowohl Merkmale von Obst, als auch von Gemüse. Die Kürbisfrucht entsteht aus einer bestäubten Blüte - eine Eigenschaft von Obst. Im Gegensatz dazu ist die Kürbispflanze einjährig - typisch für Gemüse. Weitere Früchtchen dieses Zwischengenres sind z.B. Tomaten oder Melonen.

Wir als Anzucht-Experten möchten dich auf die Reise des Kürbis-Vorziehens mitnehmen und stehen dir mit besten Tipps und Tricks zur Seite. Mit unserer Anleitung gelingt deine Kürbis-Anzucht garantiert!
Kurz vorweg: Wir sprechen hier von Speise- oder Gartenkürbissen, die zum Verzehr geeignet sind. Bei uns im Shop findest du auch nur essbare Kürbissorten.

Ansonsten achte bitte darauf, dass du keine Zierkürbisse isst, diese sind nämlich giftig.

Die perfekte Kürbissorte für deinen Garten

Um herauszufinden, welche Kürbissorte am besten in deinen Garten passt, solltest du zunächst die äußeren Umstände klären.

  • Wie sind die Lichtverhältnisse?
  • Welche Temperaturen herrschen vor?
  • Wie viel Platz habe ich?
  • Wie sind die Bodenbedingungen?
  • Können meine Pflanzen wind- und wettergeschützt wachsen?

Die meisten Kürbissorten hierzulande haben dieselben Ansprüche an ihre Umgebung, und zwar folgende:

  • Boden: humus- und nährstoffreich, sowie gleichbleibend feucht, Sand- oder Lehmboden, und/oder nah am Kompost
  • Klima: mittlere Wärme, nicht zu heiß, nicht eiskalt
  • Standort: sonnig, viel Licht


Von daher kannst du selbst entscheiden, welche unserer wunderbaren Bio-Kürbissamen du gern in deinem Garten hättest.

Bestellen kannst du bei uns die folgenden Sorten im Einzelnen oder im praktischen Set, in dem du alle Sorten findest:

Wissenswert

Zucchini, Wassermelone & Gurke gehören übrigens auch zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae).

Das passende Zubehör geschnappt und los geht’s!

Ohne die passenden Materialien klappt das Vorziehen sämtlicher Gemüsesorten natürlich nicht. Deswegen haben wir dir eine Übersicht erstellt, anhand der du überprüfen kannst, ob du alles zum Kürbis vorziehen parat hast. Du kannst sämtliches Anzucht-Zubehör natürlich auch für die Aussaat anderer Samen verwenden. Abgesehen von den Samen, da werden -in diesem Fall- immer Kürbisse draus ;)

Kürbis-Samen von Beetliebe

  • samenfestes BIO-Saatgut
  • hübsche dekorative Früchte
  • eigener Bio Anbau in Leipzig
  • nachhaltige, ökologische Landwirtschaft

Anzuchttöpfe 

aus Zellulose:

  • nachhaltige Materialien
  • für jede Pflanzenart geeignet
  • biologisch abbaubare Zellulose
  • einfaches Durchwurzeln
  • kein Pikieren nötig

aus Kunststoff:

  1. langlebiges Material
  2. für jede Pflanzenart geeignet
  3. 4 Stück mit je 6 Kammern I wiederverwendbar
  4. funktionelle Anzuchttöpfe für Setzlinge
  5. zum Einsatz in Gewächshäusern & Saatschalen

        Anzuchterde (Kokos-Quelltabletten)

  • nachhaltige Materialien
  • komplett torffrei
  • Quelltabletten mit 35mm Größe
  • organische ungedüngte Aussaaterde
  • 100 % aus nachwachsendem Rohstoff

Sprühflasche

  • nachhaltige Materialien
  • leichtes Wässern der Anzuchttöpfe
  • aus stabilem Aluminium
  • kein Aushöhlen oder Verletzen der Wurzeln
  • gleichmäßige und schonende Benetzung


Hast du alles? Dann kann es ja losgehen mit der Kürbis-Anzucht!

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Um diese Zeit beginnt die Aussaat

Damit man auch pünktlich zur Kürbissaison die perfekten großen Beeren (ja, botanisch gesehen sind Kürbisse Beeren) ernten kann, sollte man auf den richtigen Zeitpunkt der Aussaat achten. Du willst ja auch, dass dein Hokkaido oder Butternut prächtig und wohlgewachsen ist und du schmackhafte Gerichte daraus zaubern kannst. Deswegen möchten wir dir verraten, ab wann du mit der Aussaat deiner Kürbissamen beginnen kannst und wie lange ein Kürbis braucht, bis du ihn ernten kannst.

Für den Gemüseanbau unverzichtbar:

Wir empfehlen dir, Mitte April (Februar & März sind zu früh) mit dem Vorziehen der kleinen Kürbispflänzchen zu beginnen, egal ob Butternut, Hokkaido oder Sweet Dumpling. Viele Gartenpflanzen kann man bereits im Februar vorziehen (Aubergine, Kohlrabi oder Chili), das solltest du beim Kürbis aber nicht tun.

Am besten setzt du die Samen gleich in einzelne Töpfe. Hervorragend eignen sich dafür unsere Beetliebe Anzuchtschalen/Anzuchttöpfe. Mit ihnen kannst du den Samen jeweils ein schönes separates Zuhause auf Zeit geben, in dem sie die ersten Lebenswochen in Ruhe keimen können. Somit sparst du dir auch das Pikieren, was bei Kürbispflanzen sowieso nicht so einfach ist. 

Pikieren bedeutet vereinzeln. Dabei hebst du die einzelnen Pflänzchen vorsichtig mit einem Pikierstab aus der Erde und setzt sie einzeln ins Beet. Da Kürbiswurzeln am Anfang sehr empfindlich sind, musst du ganz vorsichtig dabei sein.
Deshalb unser Tipp: Von Anfang an separat säen.

In etwa 2cm Tiefe fühlen sich die jungen Kürbispflanzen am wohlsten. Achte darauf, dass der Standort warm (ca. 20-24°C) und hell ist. Sobald die Samen keimen und du die ersten Blättchen siehst, stellst du sie an einen etwas kühleren Ort. Der Kürbis kann es gar nicht erwarten, schnell in die Höhe zu schießen, deswegen solltest du seinem Wachstum mit einem kühleren Standort Einhalt gebieten. Dies härtet ihn zusätzlich ab, bevor er ins Freiland umgesetzt wird. Der Umzug ins Beet kann ca. 3-4 Wochen nach Aussaat stattfinden. Würdest du Kürbisse schon im Februar säen, würden sie sich bei der Aussaat ins Beet schwertun mit dem Wachsen.

Kürbis im Topf vorziehen

Kürbissamen einzeln in Töpfen auszusäen, ist prinzipiell eine gute Idee. Denn so haben die jungen Keimlinge von Hokkaido, Butternut, Patisson und Co. genug Platz, um sich auszubreiten und ein prachtvolles Wurzelwerk zu bilden.
Auch hier gilt: Beginne mit der Aussaat nicht vor Mitte April. 

Perfekt geeignet zum Einzeln-Säen sind unsere bewährten Anzuchtschalen bzw. Anzuchttöpfe mit oder ohne Deckel. Sie sparen Platz und bieten dir den perfekten Überblick über deine Zöglinge.

Anzuchterde findest du bei uns im Shop in Form von Kokos-Quelltabletten. Diese sind torffrei und ungedüngt.



Ein besonderer Vorteil der Anzucht im Topf, der dir eine Menge Zeit schenkt, ist, dass du die Kürbissamen später nicht pikieren, also vereinzeln, musst. Sollte das Pikieren dennoch notwendig sein, empfehlen wir dir unsere funktionalen, aber dennoch schicken Pikierstäbe - eigens für Beetliebe designt.

Hier noch einmal in Kürze alles zusammengefasst:


Wie lange braucht ein Kürbis zum Keimen? 

Die Keimdauer eines Kürbis beträgt ca. 1-2 Wochen. Danach solltest du weitere 1-2 Wochen warten, bis du die kleine Pflanze ins Beet setzt. Warte am besten, bis die ersten Blättchen zu sehen sind. Vom Säen bis zum Umzug ins Beet vergehen also in der Regel 3-4 Wochen.

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Kann man Kürbis noch im August pflanzen?

Du bist auf der sicheren Seite, wenn du mit dem Aussäen deiner Kürbispflanzen nicht bis August wartest. Juni oder maximal Juli mögen noch gehen, aber auch nur, wenn die Bedingungen optimal sind und nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt. Wir raten dir davon ab, bis August mit dem Pflanzen deiner Kürbisse zu warten.

Kürbis einpflanzen

Wie bei den meisten Gemüsesorten ist es auch beim Kürbis so, dass du die Eisheiligen (Mitte Mai) auf jeden Fall abwarten solltest, bis du die Pflanzen ins Freie setzt. Kürbisse mögen Frost nämlich gar nicht. 

Bodenbeschaffenheit

Das Beet sollte gut vorbereitet werden, das heißt, dass du dafür sorgen musst, dass es:

  • gelockert
  • nährstoffreich
  • gleichmäßig feucht
  • sehr humusreich und
  • unkrautfrei

ist. Genau so gut zum Wachsen eignen sich für Kürbisgewächse lehmige Böden.

Tipp:

Verwöhne deine Zöglinge mit einem Standort am Fuße des Komposthaufens. Klingt erstmal komisch, hat aber folgenden Sinn: Die kleinen Kürbispflanzen werden fast von alleine mit nährstoffreichem Sickerwasser vom Kompost versorgt. Das hat auch den Vorteil, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt.

Der Umzug ins Beet

Bei den großen Früchten mag man es kaum vermuten, aber Kürbispflanzen haben zu Beginn ihres Wachstums ganz feine empfindliche Wurzeln. Deswegen solltest du die Pflanzen gleich von Anfang an einzeln säen, so musst du sie nicht pikieren und die Gefahr, die Wurzeln zu zerstören, ist geringer. 

Nach etwa drei bis vier Wochen sind die Kürbis-Pflänzchen in der Regel so weit, dass du sie raussetzen kannst. Am besten ist es für die Pflanzen, wenn sie vorher ein wenig abgehärtet wurden, also während der Wachstumsphase in einer kühleren Umgebung gestanden haben. Frost können die jungen Zöglinge dennoch nicht ab, weswegen du mit dem Umpflanzen noch die Eisheiligen Mitte Mai abwarten solltest. Die Wurzeln sollten ca. 2 Fingerbreit unter der Erde  liegen, um im Freiland optimalen Halt zu finden. Außerdem bilden die jungen Kürbisgewächse so Adventivwurzeln, die sie mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

Im Beet haben die Pflanzen optimalerweise einen Abstand von 1,5 m zueinander bzw. eine Fläche von 1-3 m² zur Verfügung.

Je enger die Kürbisse stehen, desto kleiner werden die Früchte & desto anfälliger sind sie für z.B. Pilzkrankheiten.

Der perfekte Standort zum Kürbis vorziehen

Bei der Standortwahl kannst du den Werdegang deiner Pflanzen schon beeinflussen. Die sonnenliebenden Starkzehrer sollten vor allem nicht an schattigen Plätzen in die Freiheit entlassen werden.

Der Standort sollte idealerweise einen nährstoffreichen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7 haben. Achte darauf, dass die Pflanzen nicht im Luftzug oder sehr windig stehen. Kürbisse lieben es warm und sonnig, perfekt ist ein Platz mit mindestens 6 Stunden Sonne am Tag. Staunässe solltest du vermeiden, halte deine Keimlinge aber gleichmäßig feucht.


Diese Bedingungen sind besonders wichtig

Damit die Kürbiszucht perfekt gelingt, solltest du auf Standortbedingungen und einige weitere Faktoren achten. Die optimale Übersicht, wo, wie und wann du deine Kürbissamen aussäen solltest, findest du in dieser Tabelle:

Was

Wann

Wo

Bewässerung

Temperatur

Kürbissamen,
Anzuchttöpfe,
Anzuchterde,
Sprühflasche,
Wasser

ab Mitte April

Anzuchttöpfe,
Anzuchtschalen

ausreichend bewässern,
Staunässe vermeiden

20-24°C

Wir als Garten- und Pflanzenexperten haben stets die besten Tipps für dich auf Lager. Wir bringen diese und unsere eigenen Erfahrungen liebevoll für dich in unseren Ratgeberbeiträgen zusammen und bemühen uns, dich möglichst tatkräftig bei deinen Pflanz-Vorhaben zu unterstützen. Gern kannst du dich auch bei Fragen und Problemen an uns wenden und wir finden gemeinsam eine Lösung.
Schreib uns doch am besten via Kontaktformular. Wir freuen uns.

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