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Mischkultur | Gemüse | Tabelle | Pflanzplan | Partner

Mischkultur Gemüse Tabelle mit +50 Symbiose-Partner & Beispiel-Pflanzplan

02.03.2023 | Autor: Andy Köhler

Die Mischkultur im Gemüsebeet ist eine tolle Sache, die sich wirklich bezahlt macht. Gesündere Pflanzen und eine hochwertigere Ernte sind die Devise im Garten. Das Hauptanliegen von Mischkultur ist, dass die im Beet wachsenden Pflanzen voneinander profitieren und sich gegenseitig in ihrem Wuchs und somit auch in der Ernte bestärken.Mischkultur ist mit einer genauen und sinnvollen Beetplanung verbunden, die wir dir in unserem Blog auch ausführlich erläutern. Mischkulturen sind schon seit Jahrhunderten ein einfaches, aber effektives Mittel, um Gemüse, Kräuter und Blumen in einer Symbiose anzubauen. Wegen ihrer zahlreichen Vorteile hat die Mischkultur im Garten immer mehr an Popularität gewonnen. 

Im Englischen ist diese Form des Gärtnerns auch als Companion Planting oder Intercropping bekannt. Worauf es dabei ankommt, wie du dir am besten einen Anbauplan machst und vor allem, was die Vorteile von Mischkultur im Garten sind, wollen wir dir hier im Beetliebe-Blog näherbringen. 

PDF Tabelle Fruchtfolge zum Downloaden

Das versteht man unter einer Mischkultur

Wenn verschiedene Pflanzen zusammen angebaut werden, tragen sie dazu bei, ein vielfältigeres und komplexeres Ökosystem im Boden zu schaffen. Der Anbau von Mischkulturen kann auch Schädlinge und Pflanzenkrankheiten im Garten verringern. Einige Pflanzen können als natürliche Abwehrmittel wirken, wie zum Beispiel Ringelblumen, von denen bekannt ist, dass sie Nematoden abwehren. Andere Gemüse- oder Kräuterarten können nützliche Insekten wie Marienkäfer anziehen, die bei der Bekämpfung von Blattläusen helfen können.  

Wusstest du...?

Nematoden, auch Fadenwürmer genannt, sind eine Art von nicht gegliederten Würmern. Sie leben praktisch überall; im Boden, Süßwasser und auch im Salzwasser und sogar als Parasiten in Pflanzen, Tieren und Menschen. 

Blumenmischungen, die wichtige Insekten mit ihrem zauberhaften Duft anlocken, bekommst du in unserem Online Shop:

So funktioniert die Mischkultur

Bei der Planung eines Mischkulturgartens ist es wichtig, dass du die Kompatibilität verschiedener Pflanzen berücksichtigst. Einige Pflanzen haben bekanntermaßen positive Wirkungen, wenn sie zusammen angebaut werden, während andere das Wachstum ihrer Nachbarn hemmen können. Beispielsweise werden Tomaten und Basilikum oft zusammen angebaut, da Basilikum Insekten, die für Tomaten schädlich sind, abwehren und gleichzeitig ihren Geschmack verbessern kann. Andererseits sollten Tomaten und Fenchel nicht zusammen in einem Beet wachsen, weil Fenchel das Wachstum der Tomate hemmt.

Entscheide dich, welches Gemüse du anbauen möchtest. Berücksichtige bei der Auswahl deiner Pflanzen Klima, den verfügbaren Platz und deine persönlichen Vorlieben. Du kannst zum Beispiel Tomaten, Paprika und Basilikum zusammen anbauen, die machen sich auch super zusammen in der Salatschüssel.

Suche am besten nach Gemüsesorten, die unterschiedliche Nährstoffanforderungen haben, unterschiedlich schnell wachsen und unterschiedliche Anfälligkeiten für Schädlinge und Krankheiten aufweisen. 

Unsere Fruchtfolge-Tabelle verschafft dir einen tollen Überblick über Gemüsesorten, die sich mögen oder nicht. 

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Erstelle einen Pflanzplan. Sobald du dich entschieden hast, welches Gemüse angebaut werden soll und wie viel Platz du benötigst, kannst du einen Pflanzplan erstellen, der umreißt, wo jede Pflanze im Beet hinkommt. Zum Beispiel kannst du die Tomaten und Paprika in die Mitte des Beets pflanzen, während das Basilikum an den Rändern platziert wird.

Wie viel Platz benötigst du? Berücksichtige den Platzbedarf für jede deiner ausgewählten Pflanzen und plane entsprechend. Zum Beispiel brauchen Tomaten und Paprika mehr Platz als Basilikum, also kannst du sie in getrennten Abschnitten deines Gartenbeets pflanzen.

Außerdem kommt es auf das richtige Timing an. Hier musst du schauen, wann welches Gemüse wächst. Einige Pflanzen, wie Tomaten und Paprika, müssen im zeitigen Frühjahr drinnen vorgezogen werden, während andere später in der Saison direkt in den Garten gepflanzt werden können. 

Stelle sicher, dass du diese zeitlichen Überlegungen bei der Erstellung des Pflanzplans einkalkulierst.

Wie man Tomaten und Paprika am besten vorzieht und welche Tricks wir dir mit auf den Weg geben können, erfährst du im Blog:

Indem du diese Schritte befolgst, kannst du einen Plan für den Gemüseanbau mit gemischten Kulturen erstellen, der die einzigartigen Bedürfnisse und Eigenschaften jeder deiner ausgewählten Gemüsesorten berücksichtigt. 

Unser Aussaat-Kalender als PDF

Vorteile der Mischkultur

Einer der Hauptvorteile des Mischkulturgartenbaus ist die verbesserte Bodengesundheit. Wenn verschiedene Pflanzen zusammen angebaut werden, tragen sie dazu bei, ein vielfältigeres und komplexeres Ökosystem im Boden zu schaffen. Dies kann zu einer besseren Bodenstruktur, einer verbesserten Wasserrückhaltung und einem erhöhten Nährstoffkreislauf führen. Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen können beispielsweise Stickstoff aus der Luft binden und an den Boden abgeben, was anderen Pflanzen im Garten zugute kommt.

Der Anbau von Mischkulturen kann auch dazu beitragen, den Schädlings- und Krankheitsdruck im Garten zu verringern. Die Erreger können nicht auf allen Pflanzenarten überleben. 

Wie dir eine sortenreiche Beetplanung gelingt, kannst du in unserem Blog nachlesen:

Ein weiterer Vorteil des Mischkulturgartenbaus besteht darin, dass er zu einem erhöhten Ernteertrag führen kann. Denn unterschiedliche Gemüsesorten können sich gegenseitig ergänzen, indem sie die verfügbaren Ressourcen des Bodens effizienter nutzen. Zum Beispiel können Pflanzen mit tiefen Wurzeln Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnehmen, während flach wurzelnde Pflanzen Nährstoffe aus dem Oberboden aufnehmen können. Dies verringert die Konkurrenz unter den Pflanzen und führt zu einer besseren Nährstoffverwertung.

Der Anbau von Mischkulturen kann auch dazu beitragen, Wasser zu sparen und Erosion zu reduzieren. Durch das gemeinsame Anpflanzen verschiedener Kulturen wird der Boden effektiver bedeckt, was den Wasserverlust durch Verdunstung und Abfluss reduzieren kann. Darüber hinaus können die Wurzelsysteme verschiedener Pflanzen dafür sorgen, den Boden zu stabilisieren und die Erosion zu verringern, was für Gärtner in Gebieten mit steilen Hängen oder starken Regenfällen wichtig ist.

Vorteile im Überblick:

  • geringere Nährstoffkonkurrenz

  • erhöhter Ernteertrag 

  • Krankheiten breiten sich langsamer aus 

  • optimierte Nutzung der Fläche (dünne neben dicke Pflanzen)

  • bestimmte Blumen locken bestäubende Insekten an 

  • verbesserte Bodengesundheit

  • komplexeres Ökosystem im Boden

  • Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen können beispielsweise Stickstoff aus der Luft binden und an den Boden abgeben, was anderen Pflanzen im Garten zugute kommt

  • Pflanzen als natürliche Abwehrmittel

Im Video siehst du, wie das Lieblingsgemüse der Deutschen -die Tomate- am besten in Mischkultur angebaut wird:

Youtube Video Die besten Beetpartner für Tomaten: Tomaten pflanzen in Mischkultur! 🍅🌱

Unterschied Mischkultur & Fruchtfolge

Mischkultur und Fruchtfolge sind zwei verschiedene landwirtschaftliche bzw, gartenbauliche Praktiken, mit denen Schädlinge und Krankheiten bekämpft oder vorgebeugt werden können.

Bei der Mischkultur werden verschiedene Pflanzen gleichzeitig auf derselben Fläche angebaut. Die Pflanzen werden auf der Grundlage ihrer Fähigkeit ausgewählt, sich in Bezug auf Nährstoffaufnahme, Schädlingsbekämpfung und Gesamtertrag zu ergänzen. Beispielsweise können Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen mit Getreide wie Mais oder Weizen gemischt werden, um Stickstoff im Boden zu binden und eine vielfältigere und ausgewogenere Ernährung für Menschen oder Tiere bereitzustellen. Diese Praxis kann dazu beitragen, die Bodengesundheit zu verbessern, Erosion zu reduzieren und die Biodiversität im Garten zu erhöhen.

Bei der Fruchtfolge hingegen geht es darum, verschiedene Kulturen auf demselben Beet im Laufe der Zeit zu wechseln. Das bedeutet, dass du ein Beet, auf dem in einem Jahr eine Gemüsesorte angebaut wurde, im folgenden Jahr mit einer anderen Kultur bepflanzt. Diese Praxis kann dazu beitragen, bodenbürtige (über den Boden übertragbare) Schädlinge und Krankheiten zu reduzieren, da verschiedene Pflanzen unterschiedliche Nährstoffanforderungen haben und den Boden auch auf unterschiedliche Weise beeinflussen können. Zum Beispiel kann das Pflanzen von Hülsenfrüchten in einem Jahr Stickstoff im Boden binden, was der Ernte des folgenden Jahres zugute kommt.

Mischkultur bedeutet also, dass verschiedene Pflanzen gleichzeitig auf demselben Feld angebaut werden, während die Fruchtfolge darin besteht, verschiedene Pflanzen im Laufe der Zeit auf demselben Feld zu rotieren. Beide Praktiken können zur Verbesserung der Bodengesundheit und -produktivität beitragen, werden jedoch für unterschiedliche Zwecke eingesetzt und können je nach den spezifischen Zielen des Gärtners auf unterschiedliche Weise angewendet werden.

Unser Blogbeitrag zum Thema “Fruchtfolge” beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema und hält spannende Tipps und Tricks für dich bereit.

Dieses Gemüse passt zusammen - Symbiose

Hier sind einige Beispiele für Pflanzen, von denen bekannt ist, dass sie sich freuen, wenn sie in einem Mischkulturgarten zusammen wachsen dürfen:

  • Tomaten und Basilikum – Basilikum kann Insekten abwehren, die für Tomaten schädlich sind, und gleichzeitig den Geschmack der roten Früchte verbessern.

  • Möhren und Zwiebeln – Zwiebeln können Ungeziefer abwehren, das für Möhren schädlich ist, während Möhren helfen können, den Boden für Zwiebeln zu durchwurzeln und aufzubrechen.

  • Mais, Bohnen und Kürbis – diese Kombination ist als die „drei Schwestern“ bekannt und wird seit Jahrhunderten gemeinsam angebaut. Mais bietet den Bohnen eine Struktur zum Klettern, während die Bohnen Stickstoff im Boden für Mais und Kürbis fixieren. Der Kürbis fungiert als Bodendecker, der helfen kann, den Wasserverlust durch Verdunstung im Beet zu reduzieren.

  • Gurken und Radieschen – Radieschen können helfen, Gurkenkäfer abzuwehren, während die Gurkenpflanzen den Radieschen Schatten spenden.

Das darf nicht zusammen gepflanzt werden

Bei der Planung eines Gemüsegartens ist es wichtig zu überlegen, welches Gemüse nebeneinander gepflanzt werden soll. Hierbei musst du unbedingt die Pflanzenfamilien beachten. Einige Pflanzen haben positive Auswirkungen auf ihre Nachbarn, während andere negative Auswirkungen haben können. Einige gängige Gemüsesorten, die nicht nebeneinander gepflanzt werden sollten, haben wir dir in der Übersicht zusammengefasst:

  • Tomaten und Kohlgemüse – Tomaten und Kohlgemüse, wie Brokkoli oder Rosenkohl, sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden, da sie beide Starkzehrer sind und um die gleichen Nährstoffe konkurrieren. Außerdem können Kohlpflanzen Schädlinge anziehen, die schlecht für Tomaten sind.

  • Bohnen und Zwiebeln - Bohnen und Zwiebeln machen sich nur in einem Chili gut zusammen. Im Beet hingegen können Zwiebeln eine Chemikalie freisetzen, die das Wachstum von Bohnen hemmen kann.

  • Möhren und Dill - Möhren und Dill sollten nicht zusammen gepflanzt werden, da Dill Karottenrostfliegen anziehen kann, die die Karotten beschädigen können.

  • Mais und Tomaten - Mais und Tomaten sollten nicht zusammen gepflanzt werden, da sie beide anfällig für die gleiche Art von Würmern sind, die sich leicht zwischen den Pflanzen ausbreiten können.

  • Gurken und Kartoffeln - Gurken und Kartoffeln sollten nicht zusammen gepflanzt werden, da sie beide anfällig für Fäulnis sind, die sich leicht zwischen den Pflanzen ausbreiten kann.

Durch sorgfältige Überlegung, welches Gemüse nebeneinander gepflanzt wird, kannst du als Gärtner eine gesunde und reiche Gemüseernte sicherstellen.

Tolle Gartentricks rund um die Mischkultur im heimischen Gemüsegarten erfährst du hier im Video:

Youtube Video 🌻 Mischkultur - die perfekten Pflanznachbarn 🌻// Garten // Beete // Aussaat // Pflanzen

Mischkultur Gemüse & Blumen 

Es gibt mehrere Gemüsesorten und Blumen, die zusammen im selben Beet gepflanzt werden können, um einen schönen, aber auch funktionalen Garten zu schaffen. Wir haben dir ein paar Beispiele herausgesucht. Die Samen dazu findest du im Beetliebe Online Shop.

  • Tomaten und Ringelblumen - Ringelblumen können Schädlinge abwehren, die Tomaten schädigen können, was sie zu einer großartigen Begleitpflanze macht. Darüber hinaus  verleihen die leuchtend gelben und orangefarbenen Blüten der Ringelblume dem Garten wundervolle Farbtupfer.

  • Gurken und Kapuzinerkresse – Kapuzinerkresse kann helfen, Gurkenkäfer und andere Schädlinge abzuwehren, die schlecht für Gurkenpflanzen sind. Die leuchtenden, essbaren Blüten der Kapuzinerkresse können auch eine schöne Ergänzung zu Salaten sein.

  • Möhren und DillDillpflanzen können einige nützliche Insekten anziehen, die Schädlinge bekämpfen, welche schlecht für Karottenpflanzen sind. Darüber hinaus können die zarten gelben Dillblüten den Garten optisch aufwerten.

  • Paprika und Petunien – Petunien können helfen, Blattläuse und andere Schädlinge abzuwehren, die Paprikapflanzen schädigen können. Darüber hinaus können die bunten Farben der Petunien den Garten zum Leuchten bringen.

  • Kopfsalat und Stiefmütterchen - Stiefmütterchen können Salatpflanzen als Bodendecker dienen und dabei helfen, Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut zu verhindern. Die farbenfrohen Blüten der Stiefmütterchen werten dein Beet optisch auf.

Durch das gemeinsame Pflanzen von Gemüse und Blumen im selben Beet kannst du einen schönen und funktionalen Garten schaffen, der sowohl höhere Ernten hervorbringt als auch ästhetisch ansprechender ist.

Für nützliche Gartentipps schau gern mal auf unserem Instagram-Profil vorbei.