Bild von Tomaten - Standort, Erde, Dünger und Bewässerung

Tomaten - Vielfalt im Beet

28.11.2019 | Autor: Andy Köhler

Tomaten sind ein wundervolles Gemüse. Die Vielfalt der Farben, die Größen, Formen und die verschiedenen Sorten. Und der Geschmack! Der Geschmack ist für mich das wichtigste an einer Tomate. Jede Tomate hat ihr ganz eigenes Aroma. Mal knackig-süß, mal eher würzig oder auch mal eine frische Säure. Jedes Jahr entdecke ich neue Tomatensorten die ich unbedingt haben muss. Dann stelle ich aber fest, dass ich zu viele Sorten habe um, sie alle anbauen zu können.

Wohin also mit den ganzen Tomatenpflanzen? Ist der Standort der richtige, brauchen die Pflanzen Schutz? Welche Erde muss es sein? Wie viel Platz brauchen sie? All das erfährst du im folgenden Beitrag.

Samenfeste alte Sorten bekommt ihr hier.

Tomaten aussäen

Im Februar ist die beste Zeit, um die Tomatensamen in die Erde einzusetzen. Nach meiner Erfahrung klappt das Aussäen in einer Pflanzenschale oder im Erdpresstopf ganz einfach. In unserem Blog erfährst du ausführlich, wie du Tomaten am besten vorziehst.

Die Tomatensamen werden in einer Saattiefe von ungefähr 1 cm in die Anzuchterde gesetzt. In einem Fenstergewächshaus kann die Erde immer gut feucht gehalten werden und die Keimtemperatur bleibt konstant. Wenn sich das erste Blattpaar gebildet hat, können die Pflänzchen dann pikiert -vereinzelt- werden. Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, dürfen die Pflanzen dann endlich ins Freibeet umziehen.

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Standort

Am Anfang steht die Standortwahl - auch bei Tomaten. Einige Sorten haben kein Problem mit Regen oder starker Sonneneinstrahlung. Sie sind recht anspruchslos und können ganz einfach im Freien wachsen. Solche Sorten bezeichnet man als Freiland-Tomaten.

Bei einem großen Teil der Tomatensorten ist die Haut der Früchte recht dünn und sie kann schnell aufplatzen. Gerade bei starkem Regen passiert das häufig. Auch starker Wind ist für viele Pflanzen nicht gut, da Früchte herunterfallen oder beschädigt werden können. Hier hilft ein Regendach um die Früchte zu schützen.(Wie ihr ein Tomatenhaus baut, lest ihr hier) Wichtig ist, dass die Pflanzen bei Feuchtigkeit schnell abtrocknen können, damit keine Fruchtfäule entsteht. Deshalb auf den Pflanzenabstand unterm Dach achten.

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Wärmeliebende Sorten sollten an einem geschützten, warmen Platz oder in einem Gewächshaus angebaut werden. Manche Früchte werden sonst nicht reif oder bilden einen mäßigen Geschmack aus, wenn die Wärme fehlt. Die meisten Pflanzen brauchen durchschnittlich 25°C. Auch Feuchtigkeit ist der Feind dieser Sorten.

Sie neigen zum Faulen oder platzen auf. Deswegen ist der Anbau, beispielsweise zusammen mit Gurken im gleichen Haus, nicht zu empfehlen. Ich habe das im letzten Jahr auch ausprobiert und ich kann es euch nicht raten. Entweder die Gurken gelingen und die Tomaten nicht oder andersherum.

Du kannst deinen Ertrag mit ganz einfach Veränderungen auch verdreifachen. Wie das geht, zeigt dir das Video:

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Erde und Dünger für die Tomaten

Die Erde für Tomaten sollte locker und nährstoffreich sein. Ich mische meine Erde mit Kompost und Sand, damit der pH-Wert neutral bleibt und um die Erde locker und krümelig zu halten. Das Mischungsverhältnis ist;

  • zwei Säcke Baumarkterde
  • vier Schaufeln Kompost
  • zwei Schaufeln Sand

Als Langzeitdünger bringe ich Pferdemist ins Beet ein. Wenn es möglich ist, mit wenig bis gar keinem Stroh. Ich hebe dazu das Beet bis zu 30 cm aus und schichte dann 20 cm Mist und 10 cm angemischte Erde auf.

Die Jungpflanzen bekommen somit die ersten Nährstoffe über die Komposterde und wenn die Wurzeln den Pferdemist erreicht haben, holt sich die Pflanze selbst die Nährstoffe, die sie braucht. Somit brauche ich über die ganze Saison keine zusätzlichen Düngerbeigaben an die Pflanzen zu geben.

Die Bewässerung

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Junge Tomatepflanzen sollten in den ersten Wochen nur sparsam gegossen werden. Dadurch ist der Blütenansatz früher und kräftiger. Wenn die ersten Tomaten zu sehen sind, wird die Wassergabe kontinuierlich erhöht, um das Fruchtwachstum zu unterstützen.

Die Verdunstung von Wasser kann durch Mulchen oder durch Gießen in den Morgenstunden verringert werden. Die Blätter der Pflanze sollten dabei unbedingt trocken bleiben, um Braunfäule zu vermeiden. Am besten nur am Boden wässern oder in einen extra Behälter neben der Pflanze gießen.

Wer eher gießfaul ist, nutzt eine Schwerkraft-Tröpfchen-Bewässerung.

Wie du mit ganz einfachen Tricks das beste aus deiner Tomatenzucht herausholen kannst, erfährst du im Video:

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Tomaten aus eigenen Samen anziehen

Wer eine tolle Sorte gefunden hat, die gut schmeckt und schön aussieht, der möchte diese Sorten dann vielleicht auch öfters im Garten haben. Wenn ihr samenfestes Saatgut gekauft habt, entnehmt ihr einfach ein paar Tomatensamen aus der Tomate und trocknet sie für die Weitervermehrung. Dafür muss die Gallertschicht, die den Samen umgibt, abgewaschen werden. Die verhindert das Keimen der Samen. Anschließend werden die Samen getrocknet und trocken und dunkel gelagert. Das Saatgut kann dann für 3 bis 5 Jahre aufbewahrt werden.

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Vergiss nicht, die Tomatenpflanzen auszugeizen! Dazu haben wir für dich einen ausführlichen Blogbeitrag.